Wir leben in Zeiten einer Pandemie. Das Wort beschreibt Enormes. Laut Duden ist es eine "weit ausbreitende, ganze Landstriche, Länder erfassende Seuche; Epidemie großen Ausmaßes". Da kann es schon passieren, dass einem, zuhause in der Isolation, die Sorgen über den Kopf wachsen. Zwischen gefühlter Klopapier-Knappheit, Hand-Desinfektion und Isolation ist es schwer, nicht deprimiert zu sein.
Zeit, einen Schritt zurückzutreten und die Stimmung ein wenig aufzuhellen, dachte sich Künstler David Gilliver und zückte seine Kamera. Der Schotte ist international für seine "Little People" bekannt. Er baut mit Eisenbahn-Modellbau-Figuren unser Leben nach. Und wenn man sieht, wie sich die Mini-Mes mit der Handdesinfektion abplagen, kann man plötzlich über die ganze Geschichte auch wieder schmunzeln.
Von zehn Minuten bis zu einer Stunde braucht Gilliver, um seinen Szenen den letzten Schliff zu geben, dann packt er seine Canon 5D Mark III und sein Teleobjektiv mit 100 mm Festbrennweite aus: Und plötzlich wedelt der Schifahrer die Aktienkurse hinunter, der Papst steht wieder vor dem Petersdom und das Klopapier ist wieder sicher.
David, der mit seiner Frau Léa die fünfjährige Melissa hat, fasst es zusammen: "Ist Kunst wichtig? Ja. Vor allem zu Zeiten wie diesen."
Und gib's zu: Auch dir zaubern die Corona-Welten von David Gilliver ein Lächeln ins Gesicht, oder?