Debatte um Luxus-Chalet spaltet Salzburger SPÖ

Die SPÖ findet keine Ruhe: Jetzt sorgt ein umstrittenes Projekt auf dem Pass Thurn (Pinzgau) für Unruhe - und Parteiaustritte.

Seit 2004 war die SPÖ Mittersill maßgeblich daran beteiligt, ein Fünfsternehotel- und Chalet-Dorf mit hochwertigen Arbeitsplätzen am Pass Thurn umzusetzen. Jetzt will man sich in der eigenen Landespartei offenbar nicht mehr daran erinnern und übt heftige Kritik. Aus Protest über die Querschüsse sind jetzt einige SPÖ-Mandatare aus der Partei ausgetreten.

"Neiddebatte" um Luxus-Chalets

Seit Wochen teilt SPÖ-Landtagsabgeordnete Karin Dollinger aus der Stadt Salzburg gegen das geplante Projekt im Pinzgau aus. Eine "Neiddebatte", wie SPÖ-Vizebürgermeister Gerald Rauch in den "Salzburger Nachrichten"vermutet, mit "rein parteipolitischen Gründen". Gerichtet sei sie unter anderem gegen Bürgermeister Wolfgang Viertler (Liste Viert) und ÖVP-Landesrätin Maria Hutter.

SPÖ-Mandatare gehen aus Protest

Rauch versteht die plötzlich aufgekommene Diskussion und den Kurswechsel seiner Partei nicht und stellte seine SPÖ-Mitgliedschaft vorerst ruhend. "Die Vertrauensbasis ist erschüttert", so Mittersills Vizebürgermeister.

In der Salzburger SPÖ-Zentrale sieht man die Angelegenheit gelassen. "Ich bin der Meinung, dass es nicht richtig ist, dass die Millionäre am Pass Thurn auf die armen Pinzgauer im Tal hinunterschauen. Als die Beschlüsse gefasst wurden, hatte man ein anderes Bild vor Augen. Auch waren der Klimawandel und Nachhaltigkeit vor zehn Jahren nicht so ein Thema wie heute", argumentiert Parteichef Walter Steidl gegenüber der "SN". Wenn man die Chance habe, Fehler aus der Vergangenheit zu korrigieren, müsse man es tun.

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