Mit ihrer Attacke in Sachen Spekulationen hat die SP die Geduld von Gerhard Karner überstrapaziert: Dass das Land eine Milliarde Euro verspekuliert hat, stimmt nicht. Die Bewertung der Investments ist derzeit auf einem Tiefpunkt - aber wir müssen ja nicht verkaufen. Zudem seien 860 Millionen Euro ausgeschüttet worden.
Selbst in dieser wirtschaftlich problematischen Zeit würden die Anlagen eine schöne Rendite abwerfen, mit der das Land Projekte im Sinne der Bürger umsetzen kann, erklärt der VP-Manager. Mit der SP unter Obmann Josef Leitner freilich geht er hart ins Gericht: Die stellen sich immer wieder hin und bieten uns öffentlich die Zusammenarbeit an - und gleichzeitig rotzen sie jeden Tag herum und lügen, wenn sie nur den Mund aufmachen. Das Handeln für Niederösterreich müsse diesen ewigen Streit verdrängen, so Karner: Sonst brauchen sie sich gar nicht wundern, wenn sich auch innerhalb der Partei immer mehr Menschen von diesem Kurs abwenden und die Streithansl-Partie um Leitner weiter ins Bodenlose fällt.
Nur wenige Minuten nach diesen Aussagen lief die Meldung über die Agenturen: Die SP wird die Wahl zur Personalvertreter-Wahl im Land anfechten. Nur juristische Winkelzüge, empört sich die SP, habe sie an der landesweiten Kandidatur gehindert. Nötigenfalls werde man sogar den Verfassungsgerichtshof bemühen, so die Drohung. Karner sieht das Vorgehen der SP durchaus gelassen: Kein Richter auf dieser Welt kann die politische Hilflosigkeit der SP wettmachen