Nach einem Vorstoß der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, wonach Lehrern nur mehr fünf Urlaubswochen im Jahr zustehen sollen, springen nun auch BZÖ und FPK auf den Zug auf. Bei den Grünen stößt der Vorschlag auf wenig Begeisterung.
Nach einem Vorstoß der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ), wonach Lehrern nur mehr fünf Urlaubswochen im Jahr zustehen sollen, springen nun auch BZÖ und FPK auf den Zug auf. Bei den Grünen stößt der Vorschlag auf wenig Begeisterung.
Burgstaller fordert gleiches Recht für alle und damit weniger Urlaub für die Lehrer. Diese sollen künftig "fünf Wochen reinen Urlaub" haben, wie "alle anderen auch", sagte Burgstaller in einer österreichischen Tageszeitung. Lehrer sollen außerdem auch in den Ferien im Form einer Betreuung arbeiten.
Burgstaller bekam nach ihrem Vorstoß Unterstützung von anderen Parteien. Das komme seinen Vorstellungen sehr nahe, sagte BZÖ-Chef Josef Bucher bei einer Pressekonferenz am 1. Mai. Lehrer sollten in der schulfreien Zeit Schülern Förderunterricht geben, und keine private Nachhilfe.
Dörfler: "Gemeinsame Linie mit Burgstaller"
Auch Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) zeigte sich erfreut über die aktuelle Stellungnahme seiner Salzburger Kollegin. "Es ist höchst an der Zeit, dass im Rahmen einer flächendeckenden Ganztagsschule für die Aufgaben der Sommerkinderbetreuung auch für Lehrer die gleichen Spielregeln gelten müssen wie für jeden anderen Arbeitnehmer in Österreich", erklärt Dörfler. Es führe an der flächendeckenden Ganztagsschule und an entsprechenden Bildungsferienangeboten kein Weg mehr vorbei.
"Ich vertrete mit Gabi Burgstaller eine gemeinsame Linie. Das Lehrerdienstrecht muss dahingehend geändert werden, dass auch Lehrer zur Bildungszukunft ihren Beitrag zu leisten haben", so Dörfler. Gerade am Tag der Arbeit müsse klar sein, dass Arbeitsrechte und Arbeitspflichten nicht einseitig Leistungsträgern zugeordnet werden können. "Arbeitszeiten und Urlaubsrechte müssen in allen Bereichen der Arbeitswelten gleich gelten", so der Kärntner Landeshauptmann.
Grüne: "Nicht jede Woche andere Sau durchs Dorf treiben"
Grünen-Bildungssprecher Harald Walser zeigte sich dagegen wenig begeistert von Burgstallers Vorstoß. "Es ist kontraproduktiv, wenn Vertreterinnen und Vertreter der Koalitionsparteien in Sachen Lehrerdienstrecht jede Woche eine andere Sau durchs Dorf treiben. Das ist populistisch und unterstellt, dass Lehrkräfte derzeit zu wenig arbeiten." Man könne zwar über die Ferienregelung nachdenken, Walser sprach sich aber dagegen aus, dass immer nur ein Aspekt aus der komplexen Materie herausgegriffen werde. Er fordert daher Unterrichtsministerin Claudia Schmied auf, endlich die Eckpunkte des geplanten neuen Dienstrechts offenzulegen.
APA/red