Vier verschiedene Jahrzehnte. 137 Spiele für Andorra. 26 Jahre. Mehr als die Hälfte seines Lebens lief der Innenverteidiger Ildefons Lima für die Nationalmannschaft von Andorra auf. 1997, im Alter von 17 Jahren, gab der siebenfache Meister in Andorras höchster Spielklasse beim 1:4 gegen Estland sein Debüt für das A-Nationalteam.
Am Dienstag war es dann soweit. Das letzte Spiel im Team-Dress und das in der EM-Qualifikation auswärts gegen die Schweiz in Gruppe I. Der gelernte Innenverteidiger stand für 23 Minuten als Stürmer am Platz. Ein zwölftes Tor im 136, und letzten Einsatz gelang im zwar nicht, aber das ganze Stade de Tourbillon in Sion applaudierte bei seiner Auswechslung und es gab "Standing Ovations" von den Zuschauern.
Der Kapitän und Rekordtorschütze Andorras steht auch im Guinness-Buch der Rekorde. 2021 wurde er als der Fußballer mit der längsten internationalen Karriere ausgezeichnet. Mit 43 Jahren, neun Monaten und zwei Tagen ist er auch der älteste je eingesetzte Spieler bei einer EM-Qualifikation.
Übrigens: Die längste Länderspielkarriere bei den Frauen hält die Brasilianerin Formiga. Die heute 42-Jährige war von 1995 bis 2021 aktiv und war bei 14 (!) Großereignissen, bestehend aus Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, dabei.
Aus dem aktuellen Kader des ÖFB-Team ist Marko Arnautovic am längsten mit von der Partie. Beim 1:1 gegen die Färöer im Herbst 2008 in der WM-Qualifikation für das Turnier in Südafrika stand der Inter-Legionär das erste Mal für Rot-Weiß-Rot auf dem Feld. Mittlerweile ist er Rekordspieler mit 110 Einsätzen.