Demenz-Ambulanz schließt ersatzlos

Bild: Hertel Sabine

Die Gedächtnis-Ambulanz im Kaiser-Franz-Josef-Spital (KFJ) wird mit Ende des Jahres geschlossen. Die Demenz-Patienten der Einrichtung müssen sich woanders Unterstützung suchen.

 

"Diese Anlaufstelle war uns wichtig", sagt Brigitte T. (44). Ihre Mutter Renate (65) ist an Demenz erkrankt, wohnt zu Hause. Sie hatte zweimal pro Jahr einen Termin in der Gedächtnis-Ambulanz des KFJ in Favoriten.

Pilotprojekt bald zu Ende

"Hier wurden nicht nur die Medikamente eingestellt. Es gab auch Beratung und psychiatrische Betreuung", sagt Brigitte T. "Das Pilotprojekt Gedächtnisambulanz im KFJ steht vor dem Abschluss und läuft mit Ende 2015 aus", bestätigt eine KAV-Sprecherin. Das Projekt werde weiterentwickelt. Ersatz für diese Ambulanz gibt es keine, die Patienten müssen sich an eine andere Wiener Einrichtung wenden.

"Es braucht ausreichend Personal und ein klares Bekenntnis der Stadt Wien, dass man auch in Zukunft eine Versorgung für diese Patientengruppe zur Verfügung stellen kann", so Gernot Rainer, Obmann der Ärztegewerkschaft „Asklepios“.

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