Demo-Auflösung endet mit Festnahme von Teilnehmer

Weil sich Teilnehmer der illegalen Corona-Demo in Wien weigerten, die Örtlichkeit zu verlassen, kam es zu einer Festnahme und zahlreichen Anzeigen.

Eine von der Behörde untersagte Corona-Demo in Wien, die am Freitag trotzdem stattfand und rund 200 Teilnehmer verbuchte, ist eskaliert. Trotz mehrmaliger Aufforderung weigerten sich die Teilnehmer, die gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung protestierten, die Örtlichkeit zu verlassen, verstießen gegen den Sicherheitsabstand und trugen kaum Schutzmasken. Polizisten wurden ausgebuht und ausgepfiffen.

Eine Festnahme, viele Anzeigen

Auch als die Polizei mit Identitätsfeststellungen und Video- sowie Bildaufnahmen begann, harrten einige Teilnehmer weiter am Albertinaplatz aus. Ein Mann wurde dabei von Polizisten zu Boden gebracht und vorläufig festgenommen. Die Veranstalter sowie einige Teilnehmer werden angezeigt, zudem wird wegen der möglichen Verbreitung von übertragbaren und potentiell tödlichen Krankheiten ermittelt.

Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker

Die Demonstration lockte laut Beobachtern teils ein rechtsextremes sowie Verschwörungstheorien verschriebenes Publikum an. Vor Ort war auch Martin Sellner, Kopf der ultrarechten Identitären Bewegung. Die Veranstalter, die Initiative für evidenzbasierte Corona-Informationen ICI, reagierte auf die Auflösung trotzig: Für kommenden Freitag wurde eine Großdemo vor dem Bundeskanzleramt angekündigt.

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