"Ich will nichts schönreden und verteidigen, sondern sagen, wie es wirklich ist." Dafür nahm sich Kickl am Dienstag fast eineinhalb Stunden Zeit. "Sehr erfolgreich" und ein "großes Fest der Freiheit" sei der Protesttag gewesen, resümierte der FPÖ-Klubchef.
Kritik übte er an der Polizeispitze: Diese habe eine Eskalation geplant, über den Polizeifunk die Einkesselung der Demonstranten am Donaukanal angeordnet. Das habe ihm ein Polizist gesagt. Zudem seien die Demo-Teilnehmer "in Fallen gelockt" worden: "Die Leute in einen Kessel hineintreiben, wo sie die Abstände nicht einhalten können, und dann anzeigen, ist Willkür und Schikane."
Allen Angezeigten bot Kickl kostenlose Rechtshilfe der FPÖ an. Besonders nahm Kickl Kanzler Kurz und Innenminister Nehammer, die ihn nach der Demo scharf kritisiert hatten, ins Visier: Kurz bezeichnete er als "eiskalt und überfordert", Nehammer als "unfähig und fast bemitleidenswert". ÖVP-Klubchef Wöginger forderte daraufhin Kickls Rücktritt.