Fussball

Demo für Maradona: "Sie haben ihn umgebracht"

Über drei Monate nach dem Ableben von Fußball-Ikone Diego Maradona forderten Fans bei einer Demonstration nun vollste Aufklärung. 
Heute Redaktion
11.03.2021, 17:20

Am Mittwochabend hatten sich tausende Anhänger des argentinischen Superstars zu einer Kundgebung in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires versammelt. Dabei waren auch Maradonas Ex-Frau Claudia Villafane, die beiden Töchter Dalma und Gianinna sowie der erst achtjährige Maradona-Sohn Diego Fernando, der aus einer anderen Beziehung stammt. 

"Er ist nicht gestorben, sie haben ihn umgebracht", schrien die wütenden Fans immer wieder während der Demonstration, bevor die Szenen in Gewalt umschlugen. Es kam zu Ausschreitungen und Diebstählen, Maradonas Ex-Frau und seine Töchter flüchteten in ein Hotel. 

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Es ist nur ein weiterer Ausdruck der Wut, den viele argentinische Fußballfans nach dem Tod ihrer Ikone verspüren. Viele fragen sich: Könnte Maradona noch leben? Deshalb wird eine zehnköpfige Kommission in den nächsten Tagen Herz, Nieren und Leber des Fußball-Stars, die vor der Beerdigung konserviert wurden, sezieren. Dabei suchen sie nach Spuren von Medikamenten, Alkohol oder Drogen. 

Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile Ermittlungen gegen sieben Personen aufgenommen. Allen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Unter den Verdächtigen ist Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque, seine Psychiaterin Agustina Cosachov und weitere Pflegekräfte. Außerdem soll überprüft werden, ob Maradona nach seiner Hirn-OP in einem Krankenhaus besser aufgehoben gewesen wäre. 

Der Weltmeister von 1986 war am 25. November nach einem Herzinfarkt verstorben. Er wurde nur 60 Jahre alt. 

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