Antifa ruft "Krawall und Remmidemmi" aus

1.500 Polizisten, Wasserwerfer, Platzverbot: Die Polizei riegelt das Regierungsviertel ab; die Radikale Linke fordert per Video zum Widerstand auf.
Wie berichtet demonstrieren am Montag Tausende in Wien gegen die Angelobung der türkis/schwarz-blauen Regierung, darunter auch Mitglieder der sogenannten Radikalen Linken. Auf Facebook rief die Gruppierung bereits am Samstag mit einer Videobotschaft zum Großkampftag, sowie zu "Krawall und Remmidemmi" (s.o.), auf.



Die Autonome Antifa Wien erinnert an die Regierungsangelobung 2000, als FPÖ- und ÖVP-Politiker wegen der Proteste unterirdisch in die Hofburg gelangen mussten. "Wir wollen an diese antifaschistischen Proteste anknüpfen und rufen dazu auf, am Tag der Angelobung unsere unversöhnliche Ablehnung gegenüber der Partei der alten und neuen Nazis, des völkischen Rassismus und Nationalismus zu demonstrieren", heißt es im sozialen Netzwerk.

CommentCreated with Sketch.33 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das dürfte allerdings schwierig werden, hat die Exekutive doch ein Platzverbot um die Hofburg erlassen und ist, wie die Antifa bereits zur Kenntnis genommen hat, auch auf vehemente Proteste vorbereitet:



Laut Sprecherin Irina Steirer geht die Polizei von 5.000 Demonstranten aus. Bis Sonntag Mittag wurden insgesamt 9 Demonstrationen gemeldet. Die Wiener Polizei rüstet sich mit 1.500 Beamten für einen Großeinsatz und holt Kollegen aus den Bundesländern (OÖ, NÖ, Stmk, Bgld und Kärnten) hinzu.

Ebenfalls hat man bei der Polizei die inoffiziell angekündigten Demos über Facebook im Auge, sieht die Lage jedoch nicht kritisch. Keine Informationen gab es zu Fragen über Demo-Gäste aus dem Ausland, ("Schwarzer Block"), oder wie die Beamten vor Ort ausgerüstet werden sollen.

Verkehrschaos praktisch garantiert

Die bereits angekündigten Straßensperren auf dem Ring und der Ausweichroute Zweierlinie am Vormittag versprechen ein Verkehrschaos. Der ÖAMTC spricht gar von einem "völligen Verkehrschaos im Montagfrühverkehr". Selbst Pendler, die mit den Öffis unterwegs sind, werden durch Umleitungen und Kurzführungen behindert.

Werden Sie auch am Montag demonstrieren? Schreiben Sie Ihre Beweggründe als Kommentar unter diesen Artikel!

Hier sammeln sich die Gruppen:



Alle Regierungsmitglieder in der Übersicht (für weitere Details anklicken):
(red)

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