Deo-Spray aus Supermarkt: 13-Jährige tot

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Die 13-jährige Judith E. starb, weil sie Treibgas aus Deoflaschen inhalierte. Ihre Eltern wussten nicht, dass ihre Tochter süchtig war. Die Deo-Sprays gibt es überall zu kaufen.

Besonders Deo-Düfte können gefährlich werden - weil ihr Gas abhängig machen kann, wenn es inhaliert wird. Judith sprühte Deo in ein Plastiksackerl, stülpte sich dieses über Mund und Nase und inhalierte das Gas, um sich in einen rauschartigen Zustand zu versetzen.

Europaweite Studien erheben regelmäßig den Drogen- und Suchtmittelkonsum von Schülern und Jugendlichen Im schlimmsten Fall enden die Fälle tödlich. Man spricht man vom "sudden sniffing death syndrome" - dem plötzlichen Schnüffeltod. Durch Inhalieren giftiger Gase wird der Lunge Sauerstoff entzogen. Mögliche Folgen: Herzkammerflimmern, Ohnmacht, Hirnbluten, Ersticken.

Die Branche verzichte bewusst auf Hinweise auf den Prokukten, da zu befürchten sei, dass dadurch erst recht ein Anreiz zum Missbrauch des Produktes entstehen könnte. Auf Dosen aus dem Hause Unilever findet man den Hinweis: „[...] Kontakt mit Augen und tiefe Inhalation vermeiden. Benutzung ausschließlich gemäß Verwendungszweck. Nur kurz sprühen und in gut gelüfteten Räumen verwenden .

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