Depeche Mode adelten MQ mit Album-Weltpremiere

Bild: Ronald Zak (AP)

Wien war am Sonntagabend der Mittelpunkt in Sachen Pop. Zumindest für Fans der britischen Band Depeche Mode war das der Fall. Das Museumsquartier wurde zum Schauplatz der weltweiten Live-Premiere des 13. Albums "Delta Machine" (Sony Music).

(Sony Music).

Der Auftritt der seit 1980 tätigen Formation sollte rund eine Stunde dauern. Die beiden Musiker Dave Gahan und Martin Gore wählten dafür auch viel älteres Material. Und gerade damit sorgte das von den beiden Frühfünfzigern angeführte Quintett beim exklusiven Gig in der Halle E für Begeisterung.

VIP-Konzert für geladene Gäste

Nach dem waren die Briten also noch einmal in der Bundeshauptstadt aktiv. "Angel" als erster Song war einer der fünf neuen Stücke und setzte mit stampfenden Beats und einem gewohnt theatralisch agierenden Frontman Dave Gahan ein. Von Anfang an war das Publikum begeistert, doch die Euphorie steigerte sich dann aber noch einmal, als mit dem zwanzig Jahre älteren "Walking In My Shoes" einer der großen Hits in der restlos vollen Halle an den Start ging. Das Wort "ausverkauft" war im übrigen fehl am Platze, denn zu diesem Event kam man entweder über ein Gewinnspiel von T-Mobile oder gegen eine Einladung.

Neue Songs, alte Hits

Die Anwesenden durften einen relativ harten Einstieg, mit dominierenden Drums des österreichischen Schlagzeugers Christian Eigner erleben. Gore ließ "Barrel Of A Gun" - erneut ein Klassiker aus den 90ern - dann mit einer ziemlich brutalen Gitarrenarbeit einleiten. Zurück in der Gegenwart ging es mit "Heaven" weiter, der ersten Singleauskoppelung. Diese war mit animierten Visuals im Blauton umgesetzt. Danach legte Frontman Gahan eine kurze Pause ein, die Gore den Weg ans Mikro ermöglichte.

Er beglückte das Publikum mit dem Klassiker "Only When I Lose Myself". Es war ein Moment für das kurze Atemholen, denn dann kam Kollege Gahan retour und mit ihm der Song "Personal Jesus" - mit dem Resultat, dass es auch die Leute auf den Sitzplätzen vor Begeisterung aufhüpften. Nach diesem Höhepunkt war das Ende nah, das sich als "Enjoy The Silence" erwies. Noch einmal eine Mitsinggelegenheit für die Fans der bluesigen Elektroniker, die einen guten Mix aus fünf neuen und fünf klassischen Songs zum Besten gaben.

Konzert nur in Bratislava geplant

Der wohl einzige Wermutstropfen, der auch nach dem kurzen, aber intensiven Auftritt bestehen blieb: ein regulärer Konzertabend der Synthie-Poplegenden in Österreich steht noch in den Sternen. Die gute Nachricht hingegen ist, dass am 25. Mai zumindest ein Gig im doch recht nahe gelegenen Bratislava in der Slowakei stattfinden soll.

APA/red.

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