Heizungstausch

Der 55-Grad-Check für Wärmepumpen

Vor dem Wechsel zur Wärmepumpe stellt sich die Frage: Ist mein Haus überhaupt geeignet? Ein einfacher Test liefert eine erste Orientierung.
Technik Heute
15.09.2026, 16:00
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Viele Hauseigentümer fragen sich vor dem Heizungstausch, ob ihr Haus überhaupt für eine Wärmepumpe geeignet ist. Gerade im Altbau hält sich die Sorge, dass vorher Fenster, Fassade und Heizkörper komplett erneuert werden müssen.

Doch eine Komplettsanierung ist keineswegs Voraussetzung für den Umstieg. Entscheidend ist vielmehr die Vorlauftemperatur - also die Temperatur, auf die das Heizwasser erwärmt werden muss.

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Wie es bei CHIP heißt, liefert der sogenannte 55-Grad-Check eine erste Einschätzung. Der Name kommt daher, dass Wärmepumpen ab etwa 55 Grad Vorlauftemperatur deutlich mehr Strom verbrauchen.

So funktioniert der Test

Der Test ist einfach: An kalten Wintertagen senkt man die Vorlauftemperatur des Heizkessels auf 50 bis 55 Grad Celsius. Dann braucht das Gebäude Zeit. Über 24 bis 72 Stunden zeigt sich, ob die Räume weiterhin die gewünschte Temperatur erreichen.

Bleibt es überall ausreichend warm, sind die vorhandenen Heizkörper groß genug, um die Räume auch mit niedrigen Temperaturen zu beheizen.

Wenn einzelne Räume nicht warm werden

In Bestandsgebäuden sind manche Heizkörper groß genug, andere werden bei niedrigerer Vorlauftemperatur zum Flaschenhals. In solchen Fällen kann es reichen, einzelne Heizkörper auszutauschen, ohne gleich das ganze Haus zu sanieren.

Braucht das Gebäude insgesamt deutlich höhere Temperaturen, wird die Umstellung aufwendiger. Dann sollte ein Fachbetrieb berechnen, welche Heizlast tatsächlich anfällt und welche Anpassungen sinnvoll sind.

Als erster Praxistest ist die Vorlauftemperatur jedenfalls hilfreich. So sieht man schon mit der bestehenden Heizung, wie gut das Haus mit niedrigen Temperaturen zurechtkommt - und genau das beeinflusst später, wie effizient die Wärmepumpe arbeitet.

tec,15.09.2026, 16:00