Der Amokschütze aus "Die Stille danach" im Interview

Ein Teenager wird zum Amokläufer. Wie sich das Leben seiner Familie danach gestaltet zeigt das TV-Drama "Die Stille danach" (Premiere heute um 20.15 Uhr auf ORF 2). "Heute" bat Enzo Gaier, der den jungen Todesschützen im Film verkörpert, zum Interview.

Ein Teenager wird zum Amokläufer. Wie sich das Leben seiner Familie danach gestaltet zeigt das TV-Drama "Die Stille danach" (Premiere heute um 20.15 Uhr auf ORF 2). "Heute" bat , der den jungen Todesschützen im Film verkörpert, zum Interview.
 

, Peter Schneider, Sophie Stockinger.

 

"Heute": Du spielst Amokläufer Felix. Ist er der Täter oder ist er eigentlich das Opfer? 

Enzo Gaier: Er ist das Opfer. Natürlich ist seine Tat einfach unglaublich, aber er muss davor so viel ertragen. Jeden Tag. Für ihn geht das zu weit. 

Was denn?

Er wird gemobbt, und das ganz entsetzlich. Außerdem ist er in Carla verliebt, ein älteres Mädchen, unerreichbar für ihn. Sie mobbt mit, und das gibt ihm dann den letzten Kick. 

Vertraut er sich in all der Zeit nie den Eltern an?

Nein, nie. Sie wissen von nichts, die Eltern leben in einer absoluten Scheinwelt. Sie glauben, dass ihr Kind beliebt ist, Freunde hat. Das wollen sie irgendwie auch glauben.

Kennst du das: So wütend zu sein, dass du am liebsten zuschlagen würdest?

Nein, so extrem nicht. Aber manchmal beschimpfe ich schon auch wen. Später denke ich darüber nach und mach mir ziemliche Vorwürfe.

Bist du in deiner Schule mit Mobbing, wie auch immer geartet, konfrontiert?

Ich kenne das zum Glück nicht. Aber es wird auch viel darüber gesprochen, vor allem über Cyber-Mobbing.

Der entsetzlichste Moment für dich beim Dreh?

Am schlimmsten ist, dass meine Tat alles vermasselt. Alles zerstört, auch das Leben meiner Film-Familie.

 

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