Fussball

Der Anti-VW-Aktivist der EM fährt selbst einen Polo

Die Greenpeace-Aktion gegen Volkswagen löste bei der EM einen Shitstorm aus. Der Täter ist polizeibekannt und fährt einen Polo.
Sebastian Klein
17.06.2021, 16:18

Ein Aktivist musste vor dem Anpfiff des EM-Spiels Deutschland gegen Frankreich mit einem Motorschirm im Stadion notlanden und verletzte dabei zwei Zuschauer.

Die Greenpeace-Aktion gegen den Volkswagen-Konzern löste einen Shitstorm aus. Jetzt schreibt "Bild", dass der in Pforzheim in Baden-Württemberg wohnhafte Aktivist selbst einen VW Polo fahre. Der 38-Jährige habe eine Verletzung und trage am Bein eine Schiene. Ein Arzt hat dies gemäß "Bild" bestätigt und eine beginnende Schwellung diagnostiziert.

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Täter ist polizeibekannt

Der Bruchpilot, der Arzt von Beruf ist, hatte zudem bereits 2012 illegal ein Atomkraftwerk in Frankreich überflogen. Ebenfalls bei einer Greenpeace-Aktion, wie die deutsche Zeitung weiter schreibt. Er habe sich damals wegen "freiwilligen Überflugs des Piloten eines Flugzeugs aus einem Sperrgebiet" verantworten müssen. Er war dieses Jahr auch an einer Protestaktion in Frankfurt am Main beteiligt. Der Arzt und zwei weitere Aktivisten seien damals mit Gleitschirmen die neue Europäische Zentralbank im Stadtteil Ostend angeflogen.

Greenpeace entschuldigte sich nach dem Vorfall bei der EM. Ein Sprecher räumte noch während des laufenden Spiels ein, dass die Aktion missglückt sei. "Dieser Protest hatte nie die Absicht, das Spiel zu stören oder Menschen zu verletzten", heißt es auf dem offiziellen Twitter-Account der Umweltschützer.

Der Aktivist verfing sich vor dem Anpfiff des Spiels Deutschland gegen Frankreich in München mit seinem Schirm in den Stahlseilen, auf der eine Kamera über dem Spielfeld montiert war. Er hätte eigentlich nie im Stadion landen sollen. Der Arzt verlor die Kontrolle über das Fluggerät und krachte beinahe auf die mit Zuschauern besetzte Tribüne. Zwei Männer mussten mit Kopfverletzungen zur Untersuchung ins Spital.

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