Vor Jahren wurden unter der Schirmherrschaft des Biologen Otto König Biber in den Donauauen ausgesetzt, um die Nager wieder anzusiedeln. Das Projekt war erfolgreich, für einige sogar zu erfolgreich. Die Population vermehrt sich rasch, damit wächst ihr Lebensraum. Das schafft mancherorts Konflikte. Biber und Mensch kommmen sich nun dennoch näher, erklärt Experte Alois Bauer.
Mit ihrem glänzenden Fell sehen sie alles andere als gefährlich aus, trotzdem bereiten sie dem Land Niederösterreich Kopfzerbrechen. Mit einer geschätzten Population von 2000 Exemplaren hat sich der Biber - nachdem er bereits vollständig ausgerottet war - wieder rasch vermehrt.
Damit steigt aber auch die Zahl der Bibervorfälle. Am Ostersonntag verirrte sich etwa ein Nager in eine Siedlung in Langenzersdorf. Drei Männer der Freiwilligen Feuerwehr mussten schließlich ausrücken, um das Tier einzufangen.
Ein Konflikt zwischen Mensch und Tier ist vorprogrammiert. Der Nager weitet seinen Lebensraum weiter aus, meint dazu der Biberexperte des Naturschutzbundes Niederösterreich, Alois Bauer. Dadurch kommt er dem Menschen immer öfter immer näher.
Schäden durch Biber reichen von abgenagten Bäumen bis zu aufgestauten Gewässern und sogar Zuckerrüben sind vor den Nagern nicht sicher. Dennoch versucht der Tierschützer zu beruhigen: Der Mensch muss sich erst wieder an das Tier gewöhnen. Bei der jungen Generation hat schon ein Umdenken stattgefunden.