Der 6. November: Ein Freitag wie jeder andere? Nicht für Stefan Schmuckenschlager. Der 31-jährige VPler wird an diesem Tag zum Bürgermeister von Klosterneuburg gewählt. Er tritt damit die Nachfolge des langjährigen Stadtchefs Gottfried Schuh an. Kritiker wettern, er sei zu unerfahren. Der Jungpolitiker bleibt optimistisch.
Ein ehrgeiziges Polit-Zwillingspaar hat Klosterneuburg mit Johannes und Stefan Schmuckenschlager hervorgebracht. Der eine ist Nationalrat und Vizepräsident des österreichischen Bauernbundes. Der andere, Stefan, wird am 6. November zu NÖs jüngstem Bürgermeister gewählt. Den Segen von VP und Grüne hat er, die SP ist unentschlossen und die FP kündigt Widerstand an. Der Jungpolitiker, bis jetzt Manager bei der Bundesbeschaffung, bietet seinen Zweiflern aber kräftig Paroli: Wer gegen Jugend in der Politik ist, schädigt die Demokratie. Seine Ziele bis zur Gemeinderatswahl 2010: einen Sozialmarkt eröffnen, neue Flächenwidmungspläne, um den Wildwuchs bei Einfamilienhäusern zu stoppen sowie Betriebsansiedelungen forcieren.
Auch als Privatmann ist Schmuckenschlager voller Pläne: 2010 wird er seine Verlobte und die Mutter seiner Tochter Clara heiraten und sofern es die Zeit erlaubt, seinen Hobbys Sport und Lesen nachgehen.
Astrid Heinz