Der nächste Renner in Sachen Steak am Grill

Chris Godfrey leitet eine Metzgerei in London, ist ein kompetenter Grillmeister und kocht leidenschaftlich gerne mit Feuer und Flamme.
Heute Redaktion
13.09.2021, 20:14

Im Jahr 1905 zog die Familie Godfrey mit ihrer Metzgerei von East Anglia nach North London. Mehr als ein Jahrhundert später leitet Chris Godfrey ein Team, in dem auch die „next generation" vertreten ist. Auch ein Blick auf die Website zeigt, dass es sich hier nicht um ein altmodisches Geschäft handelt. Es ist keine Überraschung, dass sie zur besten Online-Metzgerei Großbritanniens gewählt wurde. Chris ist ein kompetenter Grillmeister und kocht leidenschaftlich gerne mit Feuer und Flamme. Die Weber-Stephen Österreich GmbH fragte für das GrillOn Magazin bei ihm genauer nach:

Welches ist das am meisten unterschätzte Fleisch?

Ich habe eine Schwäche für Hähnchen. Aber ich habe festgestellt, dass immer mehr Kunden beim Zubereiten von Geflügel besorgt sind, weil es so wichtig ist, dass es richtig durchgegart ist.

Welches ist das "Butchers' Piece"?

Unbestritten das beste Teil des Tieres – das Teil, das ich nach Hause zum Abendessen mitnehme. Das „Body Steak" (Rippstück) liegt neben dem Onglet (Nierenzapfen). Aber während das Onglet im Vakuum, also nass reifen muss, genügt beim „Body Steak" das herkömmliche Abhängen, die sogenannte Trockenreifung. Ein köstliches Stück Fleisch.

Welches ist das außergewöhnlichste Fleisch, das du je gegrillt hast?

Für mich ist es das Wagyu-Filet. Das ist ein ovales Stück mit viel Fett. Dadurch wird es extrem zart und wohlschmeckend. Das schmelzende, herabtropfende Fett kann jedoch Stichflammen verursachen, insbesondere wenn du den Deckel öffnest. Mein Tipp ist, es mit geschlossenem Deckel zu grillen.

Was wird der nächste Renner?

Seit einiger Zeit verkaufen wir immer mehr „Porterhouse-Steaks", die in der gegrillten Variante ursprünglich aus Italien stammen. Durch das Garen des Fleischs am Knochen bleiben die Aromen erhalten. Man kann also ein großes Stück Fleisch zubereiten und dann in handliche Scheiben schneiden. Außerdem habe ich ein „Porterhouse-Lammkotelett" entwickelt, ein dickes doppeltes Lendenkotelett vom besseren Ende des Lamms als sein Cousin, das Barnsley-Kotelett. (Red)

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