Der neue Skoda Superb fährt sich einfach superb

Seit 1934 trägt das Spitzenmodell von Skoda den Namen Superb. Alleine vom modernen Superb wurden seit 2001 eine Million Fahrzeuge verkauft.
von
Jörg Michner

Der Einstiegspreis der Limousine mit 120 PS beträgt etwas mehr als 33.000 Euro, der Kombi kostet etwa 1.500 Euro mehr. Doch bei unserem Testfahrzeug stehen mit allen Extras – und die Liste ist lang – 69.330 Euro da. Das ist ein Preis, den man von einem Skoda nicht erwarten würde. Aber dafür bekommt man auch echt eine Menge geboten.

Wir fuhren den Kombi in der Ausführung Sportline mit Allrad-Antrieb, 7-Gang DSG und einem 272 PS starken 2-Liter-Benziner. Stärker und mehr geht nicht, was übersetzt bereits knapp 58.000 Euro bedeutet. Die größten Posten auf der Liste der Sonderausstattungen entfallen auf das Radio-Navigations-System Columbus (2.083 Euro), das Panorama-Dach (1.435 Euro), die Standheizung (1.157 Euro) und die schwenkbare Anhängerkupplung (1.024 Euro).

Fast alles da

Dazu kommt noch allerlei wie beheizbare Rücksitze, die Rückfahrkamera mit Waschdüse oder die dynamische Fahrwerksregelung. Eigentlich ist alles da – außer einer Sache, und das verwundert dann schon etwas beim Preis von fast 70.000 Euro: Es fehlt der Spurhalteassistent, was sehr schade ist, denn der funktioniert im Hause Volkswagen und den Schwestermarken bei den höherpreisigen Modellen eigentlich hervorragend.

Generell neu beim Superb sind die weiterentwickelten Dieselmotoren sowie die Ausführung Scout mit erhöhter Bodenfreiheit und Offroad-Look. Bald gibt es ihn auch als iV, also als Plug-in-Hybrid-Modell.

Das Design wurde leicht überarbeitet, so ziert etwa der Schriftzug "Skoda" das Heck anstatt des Logos – das ist ab jetzt bei allen neuen Modellen der Tschechen so. Die Außenmaße sind gleich geblieben: 4,86 Meter Länge und 2,84 Meter Radstand.
Und wie gewohnt überzeugt der 660 Liter große Kofferraum beim Kombi mit seinem Raumangebot. Der Boden lässt sich aufklappen und gibt zusätzlichen Platz sowie eine Schale frei, allerdings schaut die Unterseite dieses aufklappbaren Bodens lieblos zusammengeschustert aus. Also lässt man sie lieber unten, wenn jemand daneben steht.

Gerne unterwegs

Vorne und auf der Rückbank sitzt man ebenfalls bequem, doch das wichtigste ist natürlich, wie sich ein Auto fährt. Und hier begeistert der Superb. Klar, mit so viel Power macht alles richtig viel Spaß und man ist gerne ein bisschen sportlicher unterwegs.

Doch der Wagen lässt sich unglaublich leichtgängig lenken. Man würde nie vermuten, dass man gerade einen Kombi fährt. Lenkrad und Lenkung haben die perfekte Mischung aus Direktheit und weichem Widerstand. So ist man auch auf längeren Strecken gerne unterwegs.

Und das ist ein Kompliment, das jedes Fahrzeug gerne annimmt. Auch wenn nicht jeder 70.000 Euro für einen Skoda ausgeben würde. Wer es aber tut, bekommt ein tolles Auto.

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