Szene

Der Südwesten von oben

Land: D, Genre: Natur + Umwelt
Heute Redaktion
13.09.2021, 21:15

Es ist eine Herausforderung, Klöster lebendig zu halten. Doch nicht alle Klöster haben Nachwuchssorgen. Der Film gibt seltene Einblicke in das Klosterleben im Südwesten Deutschlands. Die Benediktiner gelten als einer der ältesten Orden der westlichen Welt. Noch heute leben die Mönche nach den Regeln, die Benedikt von Nursia im 6. Jahrhundert aufstellte. "Ora et labora" - bete und arbeite. Seit jeher versuchen sie, möglichst autark zu leben. So auch Abt Mauritius aus Tholey, dem vermutlich ältesten Kloster Deutschlands. Er und seine Mitbrüder haben eine eigene Imkerei, eigene Obstplantagen, ein Gewächshaus für Gemüse - und sie brennen ihren eigenen Schnaps. Bevor er Mönch wurde, arbeitete der Abt als Sternekoch in Luxemburg. Als er sein Amt übernahm, lag das Kloster finanziell und personell am Boden. Nur durch mutige Reformen konnte Pater Mauritius die Einnahmen des Klosters wieder erhöhen. Die personellen Sorgen aber bleiben. Ein Problem, das fast alle Klöster kennen. Für viele junge Menschen ist es heute unvorstellbar, in ein Kloster einzutreten. Werte wie Enthaltsamkeit, Demut und Gehorsam schrecken sie ab. Aber es gibt auch Ausnahmen. Der Film stellt einen Jugendlichen vor, der mit der Schule und seinen Eltern Ärger hat, in ein Shaolin-Kloster eintritt und sich mit buddhistischen Theorien und der Kampfkunst beschäftigt. Und eine junge Frau, die in einer Kloster-WG am Kaiserstuhl lebt und Gott und ihren Orden darüber entscheiden lässt, wo sie den Rest ihres Lebens verbringt.

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