Österreichs beste Langläuferin zeigte im Skiathlon über 15 Kilometer klassisch und Skating-Technik eine hervorragende Leistung, erkämpfte sich am Samstag die Bronzemedaille. Nur drei Zehntelsekunden hinter der silbernen Russin Natalja Neprjajewa. Gold ging an die Norwegerin Therese Johaug.
Am Sonntag könnte es weitere Medaillen für Rot-Weiß-Rot regnen. In gleich vier Bewerben zählen Österreichs Olympia-Athleten und -Athletinnen zum großen Favoritenkreis. Österreichische Sportfans müssen dafür allerdings früh aufstehen - oder erst sehr spät schlafen gehen. Hier ein Überblick.
Schon ab 2.30 Uhr heißt es Daumen drücken für Anna Gasser. Österreichs Snowboard-Aushängeschild greift im Slopestylean. In ihrer eigentlich schwächeren Disziplin gehört die Kärntnerin trotzdem zu den Medaillen-Kandidatinnen. Das stellte Gasser auch mit Rang vier in der Qualifikation unter Beweis. Obwohl der erste Lauf der sichtlich nervösen 30-Jährigen verpatzt war. Trotzdem wäre Edelmetall für Gasser alles andere als eine Überraschung.
Um 4 Uhr früh steigt dann die Königsdisziplin der Alpinen: die Herren-Abfahrt in Yanqing. Auf der spektakulären Piste ist der Favoritenkreis groß. Auch, weil mit böigem und teils wechselhaftem Wind zu rechnen ist. Österreich wird durch den zweimaligen Olympiasieger Matthias Mayer, Vincent Kriechmayr, Daniel Hemetsberger und Max Franz vertreten. Im zweiten Training war Franz immerhin Zweiter. Zu den Favoriten zählen allerdings auch der Norweger Aleksander Aamodt Kilde, die Schweizer Beat Feuz und Marco Odermatt sowie der Italiener Dominik Paris.
Ab 12 Uhr wird dann auf der futuristischen Schanzenanlage von Zhangjiakou um Gold, Silber und Bronze gesprungen, steht auf der Normalschanze das Herren-Einzel auf dem Programm. Dabei hat Österreich zumindest zwei heiße Eisen im Feuer: den wiedererstarkte Stefan Kraft, immerhin Fünfter in der Qualifikation, sowie Manuel Fettner, der Sechster wurde. Daniel Huberund Jan Hörlhaben Außenseiterchancen.
Um 14.15 Uhr steigt dann in Yanqing die Entscheidung im Rodel-Einsitzer der Herren. Mit dabei ist Wolfgang Kindl, der bereits in den Trainingsläufen bärenstark war, nach zwei von vier Durchgängen auf dem zweiten Platz liegt - gerade einmal 39 Tausendstel hinter dem deutschen Halbzeit-Führenden Johannes Ludwig. Damit ist Gold in Reichweite.
Einem historischen Sport-Tag steht also nichts mehr im Weg.