Österreich

Derby: Aufregung um rechten Banner und Deutschen Mei...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:20

Rapid gegen Austria ist Brutalität, wissen die Fans. Beim 319. Derby am Sonntag heizten Hardcore- Fans die Stimmung zusätzlich an, lösten mit Choreografien und Bannern eine Debatte über rechtes Gedankengut aus.

 

ist Brutalität, wissen die Fans. Beim 319. Derby am Sonntag heizten Hardcore- Fans die Stimmung zusätzlich an, lösten mit Choreografien und Bannern eine Debatte über rechtes Gedankengut aus.

Rapids "Block West" gedachte in einer Choreografie "75 Jahre Deutscher Meister" – den holten sich die Grün-Weißen in der Nazizeit gegen Schalke. Allerdings schon im Juni 1941. Laut SK Rapid wurde nachgefeiert, "da damals (im Juni) Sommerpause war". Was TV-Zuschauern entging: Einleitend fand Stadionsprecher Andy Marek klare Worte zur "verabscheuungswürdigen und verbrecherischen Ära des Nazi-Regimes". Den Ankick übernahmen Rapid-Legende Fredi Körner (90) und Otto Filipski (102), Deserteur in der Nazi-Zeit.

Den Opfern des Dritten Reichs gedachte der "Block West" noch vor der Choreo mit dem Banner "Gewidmet Wilhelm Goldschmidt (jüdischer Gründerfunktionär, Anm.) und allen Rapidlern, die dem Dritten Reich zum Opfer gefallen sind". Der rechte Gegenschlag kam von Gegenüber: Austria-Hools entrollten ein Banner mit "Rapid verrecke" ("Deutschland erwache! Juda verrecke!", rief die SA; Anm.). Dazu zeigte man ein Schwein in Rapid-Dress, das zum Abschuss freigegeben wurde.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen
Jetzt E-Paper lesen