Deshalb kommen Grasser-Anwalt vor Gericht die Tränen

Grasser mit Anwalt Manfred Ainedter
Grasser mit Anwalt Manfred AinedterPicturedesk
Im Endspurt des Buwog-Prozesses fallen von beiden Seiten harte Worte – alle Angeklagten bekommen am Donnerstag ein Schlusswort. 

Heißes Blut auf der Zielgeraden im Buwog-Prozess: In ihrer Replik auf die grimmigen Plädoyers der Staatsanwälte klangen auch beide Grasser-Anwälte rau.

"Kann nur Freispruch geben" 

Erst tat Manfred Ainedter zwei Belastungszeugen als "Gschichtldrucker" und "Fall für einen Psychotherapeuten". Dann warf er den Anklägern ständige Fouls am Objektivitätsgebot vor. Denn in dem "epochalen Verfahren" wurden Grasser immer wieder Schmiergeldverstecke zugeordnet, aber "nie ein Beweis dafür erbracht". Im Teamwork zog Anwalt Norbert Wess nach: "Grasser hat kein geheimes Gebot verraten. Und ohne Tathandlung kann es nur einen Freispruch geben."

Abschließend zeigte der kühle Jurist überraschend Gefühle. Weil auch beim Linzer Terminal Tower 200.000 Euro Schmiergeld geflossen sein sollen, sitzen Bürokräfte seit drei Jahren mit vor Gericht. Wess: "Da wurden Existenzen ruiniert". Die Angeklagten seien kleine Fische, die sich selbst gar nicht bereichert haben. "Wenn ich sie anschaue, kommen mir die Tränen." Am Donnerstag haben alle Angeklagten ein Schlusswort.

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