Ungarn möchte in Zukunft keine Asylwerber mehr aufnehmen. Flüchtlinge werden schon jetzt schlecht behandelt, die Asylquartiere sind völlig überfüllt und verschmutzt, es gibt Berichte über Missbräuche und mehr als ein Drittel der Flüchtlinge wird in Haft genommen.
Ungarn möchte in Zukunft . Flüchtlinge werden schon jetzt schlecht behandelt, die Asylquartiere sind völlig überfüllt und verschmutzt, es gibt Berichte über Missbräuche und mehr als ein Drittel der Flüchtlinge wird in Haft genommen.
Giulia Ivan von der Flüchtlingsberatung des Ungarischen Helsinki-Komitees berichtete im Ö1-"Morgenjournal" über "ziemlich dramatische" Zustände in den ungarischen Flüchtlingsunterbringungen. Es gebe keine medizinische Versorgung oder Einrichtungen für Asylwerber mit Kindern. Wärter und Polizisten sollen sich an Flüchtlingen vergehen, 40 Prozent der Asylwerber werden in Haft genommen.
Es gibt derzeit 2.500 Plätze für Flüchtlinge, was dem Stand von vor drei Jahren entspricht. Im Jahr 2015 seien laut Ivan jedoch die Fingerabdrücke von 60.000 Asylwerber genommen worden.
80 bis 90 Prozent der Asylwerber würden das Land verlassen, weil sie in Ungarn obdachlos wären. Daher habe die Regierung nichts unternommen. Während die Regierung lieber Geld für einen Grenzzaun zu Serbien in der Höhe von 100 Millionen Euro ausgibt, will sie in die Betreuung von Asylwerbern nicht investieren.