Deswegen lobt Kurz nun Länder und Gemeinden

Sebastian Kurz bei der Licht ins Dunkel Gala
Sebastian Kurz bei der Licht ins Dunkel GalaRoman Zach-Kiesling / First Look / picturedesk.com
Nichts als lobende Töne hatte Sebastian Kurz für Länder und Gemeinden übrig. Doch nur die Hälfte der Bevölkerung will an den Massentests teilnehmen.

Am 15. November, quasi in einem Nebensatz, kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz in der Pressestunde Massentests vor Weihnachten an. Das Gesundheitsministerium zeigte sich überrascht, kündigte aber eine gute Zusammenarbeit unter Zuhilfenahme des Bundesheeres an. Wovon wiederum das Verteidigungsministerium nichts mitbekommen hatte. Auf großes Chaos folgt nun offenbar Klarheit.

Keine zwei Wochen später stehen die Termine jedes Bundeslandes fest, den Startschuss macht Wien am 2. Dezember. Sebastian Kurz zeigte sich am Freitag deswegen begeistert von dem Engagement und der raschen Planung in den Bundesländern und Gemeinden. "Dass sich alle Bundesländer beteiligen und bereits Termine vorgezogen und fixiert haben, ist sehr erfreulich", so der Kanzler.

Infektionsgeschehen bis Impfung unter Kontrolle

Laut "orf.at" ist der Bundeskanzler überzeugt, durch die Massentests das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bringen, bis die Impfung schließlich in Österreich ankommt. Bei der Durchführung der Massentests beteiligen sich auch ehrenamtliche Organisationen und Vereine, etwa die Freiwilligen Feuerwehren, welchen Kurz ebenso im Vorhinein seinen Dank aussprach.

Ähnlich wie in Südtirol und der Slowakei soll so auch in Österreich der Reproduktionsfaktor deutlich gesenkt werden. Infizierte ein positiv getesteter Südtiroler vor den Massentests noch durchschnittlich 1,4 Personen, sank dieser Faktor nach den Massentests auf rund 0,5. Denn asymptomatische Personen konnten nach den Tests nicht unwissentlich Mitmenschen anstecken.

Nur jeder Zweite will sich testen lassen

Aus den ersten Rückmeldungen der Länder und Gemeinden vernahm der Kanzler, dass sich viele an den Tests beteiligen werden. Er appelliert trotzdem daran, dass sich möglichst jeder testen lassen soll. Auch die erst veröffentlichte Dunkelzifferstudie habe gezeigt, "wie wichtig diese Testungen sind und dass das Testen breiter Bevölkerungsgruppen notwendig ist".

In Kärnten geht man etwa von einer Beteiligung von rund 50 Prozent aus. Diesen Wert stützt auch eine Umfrage von "profil", an der 514 Personen teilgenommen haben. 22 Prozent werden sich ganz sicher testen lassen, 34 Prozent "möglicherweise". Diesen 56 Prozent stehen 20 Prozent gegenüber, die sich "ganz sicher nicht testen lassen" würden sowie 17 Prozent, die eine Teilnahme eher ablehnen.

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