Am vergangenen Wochenende dominierten die Münchner über 90 Minuten, scheiterten beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach aber am gut aufgelegten "Fohlen"-Schlussmann Yann Sommer. Am Samstag tat sich der deutsche Serienmeister Gegen Union Berlin sichtlich schwerer, hatte zwar 75 Prozent Ballbesitz, erzeugte aber zu wenig Offensivdruck. Sheraldo Becker brachte die "Eisernen" bereits in der zwölften Minute in Front, Joshua Kimmich glich nur drei Minuten später aus (15.).
"Insgesamt hatten wir nicht das Energieniveau der letzten Wochen", ärgerte sich Bayern-Coach Nagelsmann nach dem Schlusspfiff über die zweite Punkteteilung in Serie, kritisierte seine Stars rund um ÖFB-Legionär Marcel Sabitzer. Und schlug ungewohnt deutlich Alarm: "Wir waren im Kopf in einigen Situationen nicht einhundertprozentig wach."
Doch woran lag es, dass die zu Saisonbeginn furios aufgeigenden Bayern nicht mehr die Leistung auf den Platz bringen? Darauf hatte der 35-jährige Trainer-Shootingstar auch keine Antwort. "Das ist manchmal so. Da gibt es tausende Gründe."
Auffällig jedenfalls: Nagelsmann ließ Bayern-Urgestein Thomas Müller zu Beginn nur auf der Bank, brachte den Offensiv-Allrounder erst nach einer Stunde. Müller nahm es noch gelassen. "Man spielt immer gerne, aber wir sind aktuell auf einem hohen Leistungsniveau im gesamten Kader, haben vorne die Qual der Wahl", so der 32-Jährige, lächelte danach aber seine Unzufriedenheit weg und meinte schmunzelnd: "Ich hatte schon bessere Antworten."
Am Mittwoch geht es jedenfalls zum Champions-League-Auftakt gegen Inter Mailand. Der Auftritt der Münchner wird wohl genau beäugt werden...