Deutsch vor Schuleintritt: Kritik an 'Ghetto-Klassen'

Bild: AP
Die Ankündigung von Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SP), Kinder mit Sprachproblemen in eigene Vorschulklassen zu schicken, hat heftige Reaktionen der Politik ausgelöst.




Ausreichende Deutschkenntnisse als Voraussetzung für den Schuleintritt: Dieser Plan erntet nicht nur Applaus. Harald Walser, grüner Bildungssprecher, sprach von "Ghetto-Klassen, die das Problem verstärken". Kinder "auszusortieren", verhindere Integration. SOS Mitmensch sieht gar ein "politisches Armutszeugnis".

Ganz anders die Opposition: VP-Bildungssprecherin Isabella Leeb: "An Deutsch vor Schuleintritt führt kein Weg vorbei." Auch für FP-Jugendsprecher Dominik Nepp ist der Schritt "längst überfällig". Und Staatssekretär Sebastian Kurz, Vorkämpfer für diese Idee, will noch mehr:



"Ein Bundesland ist jetzt Modellregion geworden. Es wäre vernünftig, gleich über ein neues Schulgesetz zu sprechen, in dem man die Deutschpflicht österreichweit festschreibt."



Robert Zwickelsdorfer
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