Benko kauft sich bei "Krone" und "Kurier" ein

Dichte Wolken und Nebel umhüllen das "Krone"-Redaktionsgebäude in der Muthgasse in Wien-Döbling.
Dichte Wolken und Nebel umhüllen das "Krone"-Redaktionsgebäude in der Muthgasse in Wien-Döbling.Bild: heute.at
Überraschungseffekt am österreichischen Medienmarkt: Der deutsche Hälfte-Eigentümer hat seinen Anteil der "Krone" abgestoßen - an einen Österreicher, der nun fast 25% der Anteile hält.
Die deutsche Funke Mediengruppe und die Signa Holding von René Benko haben eine Partnerschaft beschlossen.

Signa übernimmt dazu von Funke einen Anteil von 49 Prozent an der WAZ Ausland Holding GmbH, die wiederum an der "Kronen Zeitung" und am "Kurier" beteiligt ist, teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit. Damit würde die Holding 24,22 Prozent am Kurier und 24,5 Prozent an der Krone besitzen – vorausgesetzt, die Kartellbehörden stimmen der Vereinbarung zu. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.

Signa investiert damit erstmals neben Immobilien und Handel auch in das Mediengeschäft. Die Mediengruppe Funke hält über die WAZ Ausland Holding GmbH 50 Prozent an der "Kronen Zeitung" und knapp 50 Prozent am "Kurier". Die übrigen Anteile an der "Krone" gehören der Familie Dichand. Mitgesellschafter beim Kurier ist die Raiffeisen Gruppe.

Funke ist seit 1987 im österreichischen Medienmarkt aktiv. Über die WAZ Ausland Holding GmbH hält die Mediengruppe 50 Prozent an der Kronen Zeitung und fast die Hälfte des Kurier. Die übrigen Anteile an der Krone gehören der Familie Dichand. Mitgesellschafter beim Kurier ist die Raiffeisen Gruppe.
René Benko, Gründer von SIGNA: „Durch die Digitalisierung werden die Grenzen zwischen traditionellen Geschäftsmodellen aufgehoben. Einzelhandel, Information und Unterhaltung sowie Lebensstile und moderne Arbeitswelt - wir befinden uns heute schon auf einer Stufe, in der eine Unterscheidung nicht mehr möglich ist. Deshalb investieren wir strategisch in Geschäftsmodelle, die breite Konsumentengruppen mit außergewöhnlichen Produkten und Dienstleistungen überzeugen und ihre zukünftigen Bedürfnisse sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt als zusammenhängendes und ganzheitliches Ganzes verstehen. Die Transformation starker Markennamen spielt dabei eine wichtige Rolle."

CommentCreated with Sketch.3 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Aus diesem Grund engagiere sich SIGNA strategisch für jeden Kontext, in dem weit verbreitete Verbrauchergruppen in Zukunft ein perfektes Networking von Offline- und Online-Angeboten und -Services erwarten und wo bewährte Marken-Umgebungen mit digitalen Ressourcen verschmelzen: in Lifestyles Entwicklung hochwertiger Wohnkonzepte, im Berufsleben durch die Entwicklung modernster Bürogebäude und Arbeitswelten, im Einkauf und Einzelhandel durch die Wiederbelebung der innerstädtischen Kaufhauskultur sowie in Information und Unterhaltung durch das Potenzial für die Zukunft stark platzierter Medienmarken.

René Benko weiter: "Wir werden insbesondere unser umfangreiches Know-how in der Digitalisierung traditioneller Geschäftsmodelle erfolgreich in die Partnerschaft einbringen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der FUNKE MEDIENGRUPPE, der Familie Dichand und der Raiffeisen Gruppe."

Michael Wüller, Geschäftsführer von Funke: „Mit neuer Kraft und Dynamik werden wir die starken Marken gemeinsam in die Zukunft führen, vor allem auch durch eine konsequente Digitalisierung." (red)

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