Deutsche entdecken Eurofighter-Pfusch

Einen sofortigen Kaufstopp bei Eurofightern haben deutsche Inspektoren nach einer Qualitätskontrolle veranlasst. Bei der Fertigung wurde nicht sorgfältig genug gearbeitet.

Die Experten entdeckten beim Kampfjet einen Produktionsfehler. Am Rumpfhinterteil gebe es "Herstellungsfehler bei einer großen Anzahl an Bohrungen", teilte das Verteidigungsministerium in Berlin am Dienstag mit. Deshalb musste Hersteller BAE aus Sicherheitsgründen die "freigegebene Lebensdauer" des Fliegers heruntersetzen. Statt 3.000 darf der teure Jet nun nur noch 1.500 Flugstunden absolvieren, bevor er schrottreif ist.

Der Fertigungsmangel soll jedoch keine Auswirkung auf die aktuelle Flugsicherheit oder die Einsatzfähigkeit des Kampfjets haben. Das Verteidigungsministerium in Berlin zog trotzdem die Notbremse. Bis alle "kommerziellen Aspekte" geklärt sind, nimmt das Verteidigungsministerium keine weiteren Flugzeuge mehr an, hieß es in einer Erklärung.

Österreicher noch immer nicht glücklich über Eurofighter

Der Eurofighter wurde für die deutsche Luftwaffe und die Streitkräfte weiterer europäischer Staaten entwickelt. Auch Österreich hat Maschinen erworben - der Ankauf ist bis heute umstritten. Bei dem Mehrzweckkampfflugzeug gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme, nachdem sich die von zahlreichen Schwierigkeiten geplagte Entwicklung über Jahre hingezogen hatte.

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