Eigentlich hätte die "Letzte Generation" ihre Lagerbestände auch nach Österreich schicken können. Denn hierzulande kommt es nunmehr seit zwei Jahren zu teilweise täglichen Blockaden; insgesamt gab es rund 200 Aktionen. Sogar bekannte Klima-Aktivisten distanzierten sich deutlich von diesem Vorgehen.
Auch in Zukunft will der Österreich-Ableger lieber die breite Bevölkerung stören, als an "Orten der fossilen Zerstörung" Zeichen zu setzen oder Entscheidungsträger zum Nachdenken anzuregen. "Wir werden mit den Klebe-Aktionen weitermachen und sie mit anderen Protestformen kombinieren", bestätigt Sprecherin Marina Hagen-Canaval.
Fest steht auch bereits das Datum, ab dem es wieder Straßen-Blockaden gibt. Am 26. Februar wird eine neue Klebe-Welle starten, die in einem Großprotest am 2. März gipfeln soll. Abstand nimmt man fürs Erste nur von der Betonmischung, mit der bei der bisher größten Blockade auf der A2 Teile der Fahrbahn schwer beschädigt wurden. Den Vorwurf, dass ihre Aktionen womöglich die Falschen treffe, lässt Hagen-Canaval nicht gelten. "Wir sind auch da, wo Entscheidungsträger sind."