Deutsche mit Turnschuhen auf Zugspitze eingeschneit

Die Bergrettung Ehrwald rückte aus, um den 20-Jährigen zu helfen. Dichtes Schneetreiben erschwerte die Bergung. 
Die Bergrettung Ehrwald rückte aus, um den 20-Jährigen zu helfen. Dichtes Schneetreiben erschwerte die Bergung. Bergrettung Ehrwald
Ein junges Pärchen wollten Deutschlands höchsten Berg besteigen - in Turnschuhen. Die Bergrettung musste im dichten Schneetreiben zu Hilfe kommen.

Das junge Pärchen wollte am Montag von der Wiener Neustädter Hütte aus den Gipfel der Zugspitze erklimmen – allerdings fehlte es an der richtigen Vorbereitung für ihr Vorhaben. Am Ende hätten die beiden für ihren Leichtsinn beinahe mit dem Leben bezahlt. Das Paar kam im dichten Schneefall nicht mehr weiter. Total erschöpft verständigten sie Hilfe.

Hüfthoher Schnee erschwerte Bergung

"Zusammen mit den Kollegen von Lermoos und einem Arzt sind wir mit der Tiroler Zugspitzbahn auf den Berg gefahren", sagt Regina Poberschnigg, Ortsstellenleiterin der Bergrettung Ehrwald, der "Krone". "Dort oben stürmte es wild, stellenweise lag der Schnee bis zu einem Meter hoch."

Immer wieder riss der Handykontakt mit den 20-Jährigen ab. Schließlich gelang es, Rufkontakt herzustellen.

Mit Turnschuhen im Hochgebirge

Für Verblüffung sorgte bei den Rettern die mangelnde Ausrüstung der Bergsteiger. Sie hatten den mit 2.962 Metern höchsten Berg Deutschlands in Turnschuhen erklimmen wollen. "Das Mädchen war schwer unterkühlt. Dem Burschen ging es etwas besser. Wir haben beide behutsam aufgewärmt, sie bekamen Verpflegung und warme Kleidung", so Poberschnigg.

Das Abenteuer könnte für die beiden übrigens teuer werden. Ist man nicht zusatzversichert, kann das nämlich mehrere Tausend Euro kosten.

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