In Deutschland fahndet die Polizei derzeit nach rund 300.000 Personen, berichtet die "Welt". Mehr als 126.000 davon sollen abgeschoben werden.
Fast 300.000 Fahndungen nach Personen, die festgenommen werden sollen. Mit einer solch hohen Zahl hat die deutsche Polizei zu kämpfen. In 126.327 Fällen handelt es sich dabei um ausreisepflichtige Ausländer, die abgeschoben werden sollen. Viele davon sind untergetaucht, ein Teil dürfte aber auch schon selbst das Land verlassen haben.
In den übrigen rund 174.000 Fällen wird vor allem nach Straftätern und geflüchteten Strafgefangenen gesucht, heißt es im Bericht weiter. Die Zahl der Fahndungen nach Ausreisepflichtigen stieg demnach im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent, nach Straftätern und flüchtigen Strafgefangenen um 5,1 Prozent, in 175.000 der rund 300.000 Fälle bestehen offene Haftbefehle.
Islamisten, Rechtsextreme, Linksextreme
Stark sei der Anstieg der Haftbefehle im Bereich "politisch motivierte Kriminalität", die Zahl hat sich auf rund 4.400 verdreifacht. 3.151 Haftbefehle sollen radikale Islamisten betreffen, 594 Rechtsextreme und 144 Linksextreme. Fast 200 Fälle von "ausländischer Ideologie" wurden verzeichnet, 15 Personen werden wegen "Spionage und Landesverrat" gesucht.
Neben der 300.000 Fahndungen läuft auch die Suche nach rund 300.000 weiteren Personen zur Aufenthaltsermittlung und nach rund 15.000 Vermissten. (red)