Die Anspannung vor dem Turnierstart war groß. Fußball-Deutschland steckt seit Jahren tief in der Krise. Bei den Männern ist Bundestrainer Hansi Flick ein Jahr vor der EURO im eigenen Land angezählt. Die Frauen rund um Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zeigen ihren Kollegen in Australien, wie es gehen kann.
Die DFB-Auswahl dominiert am Montag im ersten WM-Match gegen Marokko, gewinnt zum Auftakt mit 6:0. Von Beginn an drücken die Deutschen dem Spiel den Stempel auf.
Nach elf Minuten wird zum ersten Mal gejubelt. Alexandra Popp lässt sich von einem Goalie-Ausflug nicht irritieren und köpfelt ein. Die gut 28.000 Fans in Melbourne sehen damit das bislang schnellste Tor der diesjährigen WM. Die deutsche Stürmerin hat aber noch nicht genug. In der 39. Minute ist sie erneut zur Stelle.
In der Pause sammelt Deutschland gekonnt die Kräfte. Nur Sekunden sind nach Wiederanpfiff gespielt, da liegt das Spielgerät erneut im Kasten der Außenseiterinnen. Dieses Mal ist die agile Klara Brühl zur Stelle. Von Marokko ist in der Offensive kaum was zu sehen.
Zwei Mal treffen die Atlas-Löwinnen trotzdem – leider aus ihrer Sicht ins falsche Tor. Nur wenige Minuten vor Schlusspfiff markiert dann Lea Schüller den 6:0-Endstand. Deutschland setzt also als erster Mitfavorit auf den Titel ein Ausrufezeichen. Was war da nochmal mit Fußball-Krise? Die scheint in Deutschland rein männlich zu sein.
Österreich konnte sich nicht für die WM qualifizieren. Diese ÖFB-Stars vertraten uns bei der letzten EURO: