Richtig kleben erleichtert das Leben – diese Erfahrung machen gerade deutsche Urlauber, die durch Österreich fahren. Es geht um die Vignette… Im ersten Halbjahr 2023 hat die österreichische Asfinag 165.000 Ersatzmautforderungen ausgeschickt, 57 Prozent mehr als 2022. Viele davon dürften bei unseren deutschen Nachbarn gelandet sein, die sich, so die "Welt", zunehmend ungerecht behandelt fühlen. Etwa die Berlinerin Michaela H. Die erhielt nach ihrem Italien-Urlaub von der Asfinag eine Forderung über 120 Euro, obwohl sie eine Zehn-Tages-Vignette gelöst hatte.
H. war in eine automatische Videokontrolle gefahren, ohne dass das Pickerl ordentlich an der Windschutzscheibe angebracht war. "Die Vignette hinterlässt markante Verschmutzungsspuren an der Windschutzscheibe. Deshalb lösen viele Autofahrer die Klebefolie nur ein Stück ab, um die Verschmutzung gering zu halten. Andere kleben die Vignette mit Klebeband an", zitiert die "Welt" die Wiener Anwaltskanzlei Bernhard Hofer, die Betroffene vertritt.
Das ist unzulässig, weil die Vignette nicht übertragbar ist und vollständig aufgeklebt werden muss. Für Ärger sorgt die digitale Vignette. Wird sie online gelöst, gilt sie aus Konsumentenschutzgründen erst ab dem 18. Tag.