Österreich

Deutsche Tourengeher von Lawine mitgerissen

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:26

Ein deutscher Tourengeher, der bei einem Lawinenabgang im hinteren Stubaital tags zuvor verschüttet worden war, ist am Sonntag tot geborgen worden. Der Wintersportler war beim Abstieg von der 3.474 Meter hohen Ruderhofspitze von einem laut Bergrettern "enormen" Schneebrett erfasst worden. Wegen der widrigen Bedingungen hatte der Sucheinsatz Samstagabend aber unterbrochen werden müssen.

Ein deutscher Tourengeher, der bei einem Lawinenabgang im hinteren Stubaital tags zuvor verschüttet worden war, ist am Sonntag tot geborgen worden. Der Wintersportler war beim Abstieg von der 3.474 Meter hohen Ruderhofspitze von einem laut Bergrettern "enormen" Schneebrett erfasst worden. Wegen der widrigen Bedingungen hatte der Sucheinsatz Samstagabend aber unterbrochen werden müssen.

Am Sonntag wurde die Leiche des Mannes schließlich gegen 10.45 Uhr im Lawinenkegel entdeckt und geborgen. Der deutsche Tourengeher habe sich nicht allzu tief unter den Schneemassen befunden. "Das Lawinenopfer ist oberflächlich verschüttet worden", schilderte der Leiter der Bergrettung Neustift, Helmut Haas. Der Verschüttete sei beim Absuchen des Lawinenkegels relativ schnell geortet worden.

Gegen Mittag wurden die Suchmannschaften und das Lawinenopfer ins Tal geflogen. Der Einsatz sei nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen Nebels "gut gegangen", so der Bergretter.

Frau konnte sich selber befreien

Der Lawinenabgang hatte sich am Samstag kurz nach 17.00 Uhr ereignet. Der Deutsche und seine Begleiterin befanden sich auf dem Rückweg vom Gipfel zu einem Skidepot, als sie die Lawine auslösten. Die Frau, die sich oberhalb der Abrisskante befunden haben dürfte, wurde ebenfalls von dem Schneebrett erfasst, konnte sich aber an der Oberfläche halten und selbst befreien. Sie wurde von einem Notarzthubschrauber geborgen und ins Tal geflogen, nachdem sie die Rettungskräfte alarmiert hatte.

Anschließend begannen zwei Rettungshubschrauber, Suchmannschaften mit Suchhunden zum Lawinenkegel zu fliegen. Wegen der widrigen Verhältnisse und der Lawinengefahr musste der Einsatz aber abgebrochen werden. Er wurde Sonntag früh fortgesetzt.

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