Ein Urlaubsort auf Zypern ist für einen jungen Deutschen zum Schicksalsort geworden. Riccardo Staudt (†22), im Netz als "Noah Segsy" bekannt, wurde Ende August bewusstlos aus dem Swimmingpool einer Apartmentanlage im Bezirk Famagusta geborgen.
Gegen 21.20 Uhr ging der Notruf ein. Ein Rettungswagen brachte den 22-Jährigen ins Krankenhaus von Famagusta, doch die Ärzte konnten nur noch seinen Tod feststellen.
Mittlerweile liegt das Ergebnis der Obduktion vor. Demnach ist der Content-Creator ertrunken. Damit steht zwar die Todesursache fest, der Fall selbst ist aber nicht abgeschlossen. Denn warum Riccardo im Wasser überhaupt in Not geriet, bleibt offen.
Der Pool sei laut Berichten einer lokalen Zeitung nicht besonders tief gewesen, ein Ertrinken durch Gleichgewichtsstörungen erscheine daher unwahrscheinlich. Ob sich zum Zeitpunkt des Unglücks weitere Menschen am Becken aufhielten, ist derzeit nicht bekannt.
Die Polizeidienststelle im Ort Paralimni ermittelt zu den Umständen, weitere Untersuchungen laufen.
Zypern war für den jungen Mann offenbar mehr als nur ein Reiseziel. Bereits 2023 wurde dort ein Unternehmen registriert, in dem er als Direktor geführt wurde. Als Firmensitz war ausgerechnet Paralimni angegeben, also genau jene Region, in der er später ums Leben kam.
Für die Familie kommt zur Trauer eine weitere Belastung. Über eine Spendenaktion soll nun Geld für die Überführung des 22-Jährigen nach Deutschland und für seine Beerdigung gesammelt werden.