Welt

Deutscher Präsident drohte Bild-Zeitung

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:41

In der "Kredit-Affäre" um den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff kam nun ein pikantes Detail ans Licht. Wulff soll dem Bild-Chefredakteur gedroht haben, um die Veröffentlichung der Geschichte zu verhindern.

In der "Kredit-Affäre" um den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff kam nun ein pikantes Detail ans Licht. Wulff soll dem Bild-Chefredakteur gedroht haben, um die Veröffentlichung der Geschichte zu verhindern.

Nach den fortdauernden Diskussionen über seinen Hauskauf-Kredit gerät der deutsche Bundespräsident Christian Wulff nun auch wegen möglicher Einflussnahme auf recherchierende Journalisten unter Druck. Er versuchte, die erste Veröffentlichung von Recherchen zur Finanzierung seines Privathauses zu verhindern. Dies berichtete zunächst die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

Am 12. Dezember, einen Tag bevor Bild den ersten Bericht zur umstrittenen Hauskauf-Finanzierung durch das befreundete Unternehmer-Ehepaar Geerkens veröffentlichte, soll Deutschlands Präsident Wulff aus Kuwait angerufen haben. Er wollte Bild-Chefredakteur Kai Diekmann sprechen und drohte ihm den "endgültigen Bruch" mit dem Springer-Verlag an - für den Fall, dass diese "unglaubliche" Geschichte tatsächlich erscheine.

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (SZ) rief der deutsche Bundespräsident Diekmann aus Kuwait an, erreichte den Chefredakteur aber nicht, weil dieser in New York weilte. Er habe um ein Gespräch mit Diekmann gebeten. Dabei sei auch die Formulierung "Krieg führen" gefallen.

Offiziell äußerte sich der Springer-Verlag bisher nicht zu dem Vorgang. Laut SZ bedauerte Wulff in einem weiteren Anruf bei Diekmann seine früheren Äußerungen.

APA/Red.

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