Österreich

Deutscher überlebte eine Woche in Gletscherspalte

Fast eine Woche lang ist ein deutscher Wanderer am Tiroler Schrankogel in einer Gletscherspalte gefangen gewesen. Am Dienstag wurde er gerettet.
Heute Redaktion
14.09.2021, 03:29

Der etwa 70-jährige Mann war bei seiner Bergung lediglich leicht verletzt, allerdings unterkühlt und erschöpft, berichtete ein Alpinpolizist. Er wurde mit dem ÖAMTC-Hubschrauber in die Uni-Klinik Innsbruck geflogen.

Wanderer hörten Schreie

Zwei Wanderer, ein Deutscher und seine ebenfalls deutsche Begleiterin, waren am Dienstag bei einer Wanderung zufällig auf den Mann aufmerksam geworden, als sie ein Schreien hörten.

Schnee-Pfeil deutete auf Spalte

Daraufhin alarmierten sie die Bergrettung und markierten einen großen Pfeil in den Schnee, desses Spitze auf das Loch deutete, in das der Wanderer gefallen war. Als der Hubschrauber anflog, konnte der Pilot auf diese Weise sofort die Stelle ausfindig machen, an der der Mann gefangen war. Das 20 Meter tiefe Loch dürfte relativ eng gewesen sein: "Ohne den Pfeil hätten wir größte Mühe gehabt, das Loch zu finden", so Pilot Gilbert Habringer im Gespräch mit Heute.at.

Der Mann dürfte sechs Tage lang auf einer Platte gesessen sein. "Er war völlig durchnässt", erzählt Rettungsleiter Franz Santer.

Seinen eigenen Angaben nach soll der Deutsche vor rund einer Woche vom Westfalenhaus in den Stubaier Alpen gestartet sein. Der ältere Herr dürfte keine Steigeisen dabeigehabt haben. Auf einer Höhe von rund 3.000 Meter Seehöhe stürzte er in eine 20 Meter tiefe Spalte. "Es ist eine Sensation, eine Woche dort zu überleben", so Santer.

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