Deutschland begeht 30. Jahrestag des Mauerfalls

In Deutschland begeht man am Samstag den 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer. Doch auch ein zweites Ereignis fällt auf den 9. November.

Als "Schicksalstag" bezeichnete die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den 9. November und spielt damit auf zwei historisch relevante Ereignisse der deutschen Geschichte an. Zum einen fiel am 9. November 1989 die Berliner Mauer, die die Bundesrepuplik Deutschland (BRD) und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) in zwei gegensätzliche Länder trennte, wodurch es zur Wiedervereinigung kam.

Andrerseits erinnert man sich in Deutschland, ebenso wie auch in Österreich, an die Novemberpogrome von 1938, als Nationalsozialisten in Österreich und Deutschland jüdische Geschäfte zerstörten und auch gewalttätig gegen Juden vorgegangen sind.

Mahnende Worte von Merkel

Der Tag mahne dazu, "dass wir Hass, Rassismus und Antisemitismus entschlossen entgegentreten müssen", sagte die deutsche Regierungschefin Merkel am Samstag in Berlin. Bei der Gedenkveranstaltung im ehemaligen "Todesstreifen" waren auch andere Spitzenpolitiker wie Präsident Frank Walter Steinmeier anwesend. In Erinnerung an die sogenannten Mauertoten, also jene Menschen, die beim Versuch der Flucht in den Westen ums Leben kamen, wurden für die Opfer gelbe und orangene Blumen an der Mauer angebracht. Es wurden auch Kerzen entzündet.

Auch Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen nahm via Facebook Stellung zum 30-jährigen Jubiläum des Falls der Berliner Mauer. "Welche Freude löste dieses Ereignis damals bei Millionen Menschen in Deutschland, in Österreich, in ganz Europa und der Welt aus!", schreibt Van der Bellen. Die Idee eines vereinten Europas sei am 9. November 1989 "vielleicht zum ersten Mal" greifbar nahe gewesen, würdigte der Präsident das damalige Ereignis.

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