Deutschland erhöht den Mindestlohn

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In zwei Etappen soll der deutsche Mindestlohn bis 2020 auf 9,35 Euro pro Stunde erhöht werden. In Österreich gibt es so etwas nicht.
Am 1. Jänner 2019 soll der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland von 8,84 Euro auf 9,19 Euro pro Stunde steigen. Am 1. Jänner 2020 soll eine weitere Erhöhung auf 9,35 Euro. Das hat die damit betraute Kommission am Dienstag in Berlin empfohlen.

Vertreter von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Wissenschaft haben sich an der Entwicklung der Tariflöhne orientiert. In der Regel folgt die deutsche Bundesregierung den Empfehlungen der Kommission, berichten deutsche Medien.

Kein gesetzlicher Mindestlohn in Österreich

In Deutschland gibt es den gesetzlichen Mindestlohn seit Anfang 2015. Er gilt für alle Arbeitnehmer und Praktikanten. Wenn ein für eine bestimmte Branche separat festgelegter Mindestlohn höher ist als die gesetzliche, gilt der höhere.

Österreich hat keinen gesetzlich festgelegten Mindestlohn. Allerdings haben die Sozialpartner für fast alle Branchen Kollektivverträge ausgehandelt. Im Juni 2017 einigte man sich darauf, dass Kollektivverträge bis 2020 einen Mindestlohn von 1.500 Euro brutto im Monat vorsehen. Nach Abzügen von Sozialversicherung und Lohnsteuer erhält man bei diesem Lohn derzeit ungefähr 1.210 Euro netto.

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(red)

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