Deutschland geht wohl wieder in Lockdown-Verlängerung

Eine rasche Öffnung würde die Gefahr bergen, "dass die Infektionszahlen ganz schnell wieder hochgehen", so Merkel.
Eine rasche Öffnung würde die Gefahr bergen, "dass die Infektionszahlen ganz schnell wieder hochgehen", so Merkel.picturedesk.com
Kanzlerin Angela Merkel spricht sich gegen jegliche Lockerungen des aktuellen Lockdowns vor dem 1. März aus. Das ist der Grund.

Berichten zufolge hat sich Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel gegen Lockerungen des Lockdowns vor dem 1. März ausgesprochen. Laut der Nachrichtenagentur "AFP" sagte sie am Dienstag bei einer Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:

"Wir würden nichts gewinnen, wenn wir jetzt vorzeitig aus dem Lockdown rausgehen"

Erste Öffnungsschritte könnten demnach Anfang März erfolgen. So sollen etwa zuerst Kitas und Volksschulen von den Lockerungen profitieren, zudem auch der Einzelhandel und die Friseure. Diese Öffnungen könnten aber nur unter Auflagen erfolgen, ähnlich wie es derzeit in Österreich umgesetzt wird.

Entscheidung am Mittwoch

Eine rasche Öffnung würde die Gefahr bergen, "dass die Infektionszahlen ganz schnell wieder hochgehen", wurde Merkel laut AFP von Teilnehmern der Sitzung zitiert. Eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 1. März könne unter Umständen verhindern, dass es später noch einen weiteren Lockdown geben müsse - so Merkel weiter.

Eine Entscheidung über eine Lockdown-Verlängerung soll am Mittwoch bei Spitzenberatungen von Bund und Ländern beschlossen werden. Die Verlängerung sei jedoch so gut wie fix. Die Mutationen bereiten große Sorgen, daher müssten die bisherigen "Kontaktbeschränkungen in den nächsten Wochen grundsätzlich beibehalten werden", heißt es dazu in einem jüngst vom deutschen Kanzleramt an die Bundesländer verschickten Papier.

Corona-Zahlen

In Deutschland stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle innerhalb von 24 Stunden zuletzt um 3.379 auf insgesamt 2.291.924. Zudem wurden im gleichen Zeitraum 481 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verzeichnet. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie 62.156 Menschen in Deutschland nach einer Infektion gestorben. Die Sieben-Tages-Inzidenz sinkt auf 72,8. Die Bundesregierung strebt einen Wert unter 50 an. Jener Wert liegt in Österreich derzeit vergleichsweise bei 102 (Stand: Dienstag, 14 Uhr).

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