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Deutschland: Pflegeheimbewohner stirbt nach zu heiße...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:01

Zwei Pflegekräften aus einem Heim in Sachsen-Anhalt wird fahrlässige Tötung zur Last gelegt. Sie sollen einen Heimbewohner, der halbseitig gelähmt ist, zu heiß gebadet haben. Der Mann wurde verbrüht und starb an seinen Verletzungen.

Der 79-Jährige verstarb am Montag, nachdem er durch ein zu heißes Bad verbrüht wurde. Beschuldigt werden zwei Pflegekräfte im Alter von 49 und 53 Jahren.

"Die Sektion der Leiche hat einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Verbrühung und der Todesursache hergestellt", so Klaus Wiechmann von der Staatsanwaltschat Halle. Der Vorfall geschah bereits am 21. Februar, nun ist der Mann tot.

Zu heiß gebadet

Die Pflegerinnen sollen den Mann ins Bad gesetzt, das Wasser aufgedreht und den Raum verlassen haben. Der Mann ist nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt und stumm, er konnte sich nicht bemerkbar machen. Erst als sie wieder ins Zimmer kamen, konnten sie die zu heiße Temperatur bemerken.

Sie holten den Pensionisten heraus, wickelten ihn in Decken ein und legten ihn ins Bett. Für den Staatsanwalt ist klar: Das Pflegepersonal hätte den Mann während des Bades beaufsichtigen und die Temperatur des Wassers überwachen müssen.

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