63 Euro im Monat zahlst du derzeit für das Deutschlandticket. Doch ob es dabei bleibt, entscheidet sich bis zum 30. September. Dann steht fest, was Millionen Pendler ab Jänner 2027 für ihre Nahverkehrs-Flatrate berappen müssen.
Das Besondere: Zum ersten Mal seit Einführung im Mai 2023 verhandeln Bund und Länder nicht mehr über den Preis. Stattdessen rechnet eine Formel den neuen Tarif aus.
Die Verkehrsministerkonferenz hat den Preisindex bei ihrer Sitzung Ende März 2026 beschlossen, meldet inside digital. Die Formel berücksichtigt Personalkosten, Energiepreise und allgemeine Betriebskosten. Ab 2028 kommt ein Dämpfungsfaktor dazu: Werden mehr Tickets verkauft, fällt die Erhöhung geringer aus.
Laut einer Berechnung des Tagesspiegel Background könnte der Preis auf 66,40 Euro steigen - ein Plus von 5,4 Prozent. Das wäre die mildeste Erhöhung seit dem Start des Tickets. Zum Vergleich: Der Sprung von 58 auf 63 Euro betrug 8,6 Prozent.
Rund 14 Millionen Abonnenten sind von der Änderung betroffen. Auch Jobticket und Semesterticket sind an den Grundpreis gekoppelt und würden mitsteigen.
Bei der letzten Preiserhöhung mussten Kunden der Deutschen Bahn bis Ende November bestätigen, dass sie zum neuen Preis weiterfahren wollen. Wer nicht reagierte, dessen Abo endete automatisch. Ob das Verfahren diesmal genauso abläuft, ist noch offen. Also Augen auf bei der nächsten Mail von deinem Anbieter.