Sean "Diddy" Combs (56) ist offenbar zurück im regulären Gefängnisalltag. Der Rapper befindet sich nach seiner Verlegung in das Bundesgefängnis FCI Allenwood im US-Bundesstaat Pennsylvania nicht mehr in Einzelhaft, sondern ist wieder gemeinsam mit anderen Insassen untergebracht.
Der ehemalige Musik-Mogul war bereits vergangene Woche aus dem Gefängnis Fort Dix in New Jersey nach Allenwood verlegt worden. Während in Fort Dix rund 4.000 Häftlinge einsitzen, sind es in Allenwood nur etwa 1.000. Die geringere Zahl könnte es dem Personal erleichtern, Combs im Blick zu behalten.
Laut Gala.de reagierte Diddys Sprecher Juda Engelmayer unter Berufung auf das US-Portal TMZ vorsichtig auf die Nachricht. Sollte die Information stimmen, freue man sich, dass Combs wieder im regulären Vollzug untergebracht sei. Seine Sicherheit und sein Wohlergehen seien weiterhin wichtig.
Hinter Combs liegen turbulente Wochen. Anfang Oktober soll er sich im Gefängnis Fort Dix eine Auseinandersetzung mit dem jamaikanischen Drogenboss Christopher "Dudus" Coke geliefert haben. Der Häftling soll wütend auf den Rapper gewesen sein, nachdem ein Medienbericht über dessen angebliches Luxusleben im Gefängnis zu Razzien geführt hatte.
Die Gefängnisbehörde widersprach jedoch: Berichte über einen Kampf zwischen Combs und einem Drogenboss seien "falsch" und hätten "nicht stattgefunden". Combs soll am 10. Oktober kurzzeitig mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus gewesen sein.
Die mutmaßlichen Verstöße blieben nicht folgenlos: Combs wurden 41 Tage Haftgutschrift gestrichen. Zudem verlor er für 400 Tage das Privileg, im Gefängnisladen einzukaufen.
Der Rapper verbüßt eine Haftstrafe von 50 Monaten. Er war 2025 wegen Beförderung zum Zweck der Prostitution verurteilt worden. Von den schwereren Vorwürfen des Sexhandels und der organisierten Kriminalität wurde er freigesprochen. Seine Entlassung ist für den 2. März 2028 vorgesehen.