Szene

Die Austro-Beiträge des Filmfests Venedig 2014

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:03

Österreich ist bei den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig nicht nur - durch Jessica Hausner - in der Jury vertreten. Gleich zwei heimische Produktionen waren am Lido zu sehen. Ulrich Seidls Dokumentation "Im Keller" lief außer Konkurrenz. Der Horrorstreifen "Ich seh Ich seh", den Seidls Ehefrau Frau Veronika Franz gemeinsam mit Severin Fiala inszenierte, war in der Reihe Orizzonti zu sehen.

lief außer Konkurrenz. Der Horrorstreifen "Ich seh Ich seh", den Seidls Ehefrau Frau Veronika Franz gemeinsam mit Severin Fiala inszenierte, war in der Reihe Orizzonti zu sehen.

"Im Keller"

Als "Filmessay durch das Souterrain österreichischer Seelen" wird aktuelle Doku im zugehörigen Pressetext bezeichnet. "Im Keller" widmet sich den Hobbys, Leidenschaften und Obsessionen, welchen die österreichischen Durchschnittsbürger in ihren Kellern nachgehen. Hier kann man in Ruhe an Pistole oder Posaune üben, in Erinnerungen schwelgen und seine sexuellen Fantasien ausleben. Der Keller als Refugium, Spielplatz und Fenster zur Seele.

Die Reaktionen auf die Dokumentation fielen unterschiedlich aus. Der deutsche "Tagesspiegel" nannte "Im Keller" etwa einen "Horrorfilm", dem "etwas Berechnendes" anhafte. In den "Stuttgarter Nachrichten" war zu lesen: "Der Reiz besteht für [Seidl] darin, Welten und Lebensentwürfe zu entdecken, die einem sonst eher verborgen bleiben. Allerdings verliert sich Seidl zunehmend, wenn er in der zweiten Filmhälfte gleich mehrere Sado-Maso-Fans porträtiert. Mit 'Im Keller' tritt der Regisseur künstlerisch doch etwas auf der Stelle."

"Ich seh Ich seh"

Ein abgeschiedenes Haus, zwei zehnjährige Buben, die auf ihre Mutter warten und ein schrecklicher Verdacht, der sich bei ihrer Rückkehr einstellt. Die Mama war im Krankenhaus, auf dem OP-Tisch eines Schönheitschirurgen. Als sie nachhause kommt, bedecken Bandagen ihr Gesicht. Je mehr Zeit sie in dem Haus verbringt, desto sicherer sind sich die Kinder, dass eine Fremde zu ihnen zurückgekehrt ist.

"Ich seh Ich seh" ist ein Horrorfilm, der das Genre nicht umkrempelt, jedoch für gehörig Gänsehaut sorgt und nicht an Grauslichkeiten spart. erntete der Wettbewerbsbeitrag vorwiegend Lob. 

 

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