Die Grippewelle rollt auf Wien zu

Mehr als 8.000 Wiener liegen bereits mit einer Grippe im Bett. Experten rechnen aber noch mit einem weiteren Anstieg. Vor allem Kinder sind betroffen.

Mit Schüttelfrost, Husten, starken Kopf- und Gliederschmerzen: liegen viele Wiener im Bett. In der zweiten Woche 2018 (8. bis 14. 1.) kamen laut Grippemeldedienst der MA15 8.400 Neu-Erkrankungen (grippaler Infekt und Influenza) dazu.

In der Woche von 1. bis 7. 1. 2018 waren es noch 6.800. Die Grippewelle (ab 10.000 Neuerkrankungen pro Woche) rollt auf die Stadt zu.

"Erwarten weiteren Anstieg"

Dazu kommt: Mehr als 70 Prozent der jetzt grassierenden Viren sind Influenza B-Viren der Linie "Yamagata". Der Vierfach-Impfstoff, der dagegen wirkt, ist nicht mehr lieferbar – und nur noch vereinzelt in Apotheken erhältlich.

"Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Erkrankungen in den nächsten Wochen", so MedUni-Virologin Monika Redlberger-Fritz. Und: Vom derzeit dominanten Influenza B-Virus "sind vor allem Kinder betroffen".

Grippewelle in Österreich bereits ausgerufen

Wie stark die Grippewelle heuer wird (2017 gab's bis zu 19.700 Neuerkrankungen/Woche), könne man nicht vorhersagen: "Die Grippe kann immer überraschen", so die Expertin. Österreichweit sei die Grippewelle bereits ausgerufen. "Sie wird acht bis zwölf Wochen dauern."

Wer keine Vierfach-Impfung bekommt: Auch die Dreifach-Impfung (gegen Influenza A) ist laut der Virologin sinnvoll, da man nie sagen könne, wie sich andere Stämme entwickeln.

In Wien gibt's derzeit 8.400 Neu-Erkrankungen pro Woche. 2017 gab's eine starke Grippewelle mit bis zu 19.700 Neuerkrankungen/Woche, 2016 waren es bis zu 14.000, 2015 bis zu 15.400 pro Woche

Bild: Grippezahlen im Vergleich (Grippemeldedienst der Stadt Wien) (red)

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