Die häufigsten Fragen an die Pro-Hund Corona Hotline

Die Hotline der Pro-Hund Corona Notfallhilfe steht nie still.
Die Hotline der Pro-Hund Corona Notfallhilfe steht nie still.CKFotografie
Die Hotline bei der Pro-Hund Corona Notfallhilfe steht nie still. Täglich kommen Anfragen von positiv getesteten Hundehaltern die um Rat fragen.

"Eine alte Dame aus Wien hat uns in den Morgenstunden total verzweifelt angerufen, weil sie kaum Luft bekommt. Ihr war bewusst, dass sie eigentlich die Rettung rufen sollte, wollte aber ihren Dackel nicht allein lassen", erzählt Pro-Hund Trainerin Alexandra Schramek. Dies ist nur ein rührender Hilferuf von vielen, der der Pro-Hund Initative tagtäglich telefonisch ereilt. Ziel der Hotline und Notfallhilfe ist es, Hundebesitzer in Not - durch Corona - mit potenziellen "Gassi-Gehern" zu verkuppeln. "Wir versuchen unser Möglichstes sind aber in den Kapazitäten begrenzt", so Gründerin Brigitte Cocyan.

"Heute tierisch" möchte der Initative unterstützend unter die Arme greifen und hat gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein die häufigsten Fragen - UND ANTWORTEN - zusammengefasst um die Hotline zu entlasten:

1Darf ich mit meinem Hund in den eigenen Garten?

Ja, du darfst selbst mit einem positiven Corona-Testresultat und während deiner Quarantäne in deinen eigenen Garten. Es darf sich jedoch um KEINEN Gemeinschaftsgarten handeln, den auch fremde Personen betreten können.

2Wie muss ich meinen Hund einem "Dogwalker" übergeben?

Kontaktlos! Dies bedeutet, der Dogwalker bringt eine eigene Leine mit und muss den Hund bereits am Gang oder VOR der Haustür übernehmen. Wichtig: Er darf den Quarantäne-Bereich nicht betreten und hat mit Mund-Nasen-Schutz und Einweg-Handschuhen auch den Spaziergang zu absolvieren. Rückgabe erfolgt wieder kontaktlos.

3Deckt meine Versicherung auch die Schäden die mit einem Dogwalker passieren?

Zum Großteil sind Schäden, die durch den Hund entstehen über die Haushaltsversicherung gedeckt (sofern der Hund in dieser inkludiert ist!) Listenhunde haben meist eine eigene Versicherung. Was genau in dieser Versicherung abgedeckt ist, muss man in seiner Polizze nachlesen, da das vom Versicherungsunternehmen abhängt. Unbedingt vorher erkundigen.

4Wohin wende ich mich, wenn ich ins Spital muss und niemanden für mein Tier habe?

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten: Man kann sich bei der Tierschutzombudsstelle oder dem Veterinäramt (MA60 für Wien) melden. Im Normalfall übernehmen Hundepensionen Hund/Katze/Maus....bis man wieder selbst in der Lage ist, sich um das Tier zu kümmern. Dies kann auch in einem dafür eingerichteten Tierheim zu einem Unkostenbeitrag geschehen.

Oder man meldet sich bei der PRO-HUND Notfallhotline und es wird jemand gesucht, der die Möglichkeit hat, sich um das Tier vorübergehend zu kümmern.

5Ich habe einen Listenhund, wie sehen hier die Regeln aus?

Leider war es PRO-HUND nicht möglich eine Kompromisslösung mit der Stadt Wien zu finden. Für Wien gilt deshalb: Wer einen Listenhund hat, der darf seinen Hund nur von jemanden betreuen lassen, der einen gültigen Hundeführschein hat. Auch gilt die absolute Maulkorb- und Leinenpflicht für Listenhunde in Wien.

700.000 Hunde in Österreich und keine Lösung?

Dies waren die häufigsten Fragen der Hundebesitzer. Wir plauderten noch ein wenig mit Gründerin Brigitte Cocyan und versuchten zu ergründen, warum das "Thema Hund" obwohl 700.000 Hunde in Österreich gemeldet sind und Steuern zahlen (!) offenbar nach wie vor seitens der Regierung als zu wenig wichtig erachtet wird, um gemeinsame Lösungen in der Krise zu finden.

Hundesteuer muss zweckgebunden werden

Cocyan führt dies auf eine fehlendes, beziehungsweise mangelhaftes Problembewusstsein zurück. "Pro-Hund" setzt sich auch für eine zweckgebundene Hundesteuer ein, die nicht nur während der Krise bei Notfällen herangezogen werden sollte", so die Gründerin. Außer dem WTV (Wiener Tierschutzverein oder Tierschutz Austria) hat leider kein anderer Verein ein ähnliches Angebot für Hundebesitzer, soviel Cocyan weiß.

Auf unsere Frage, wie die Regierung die Kommunikation verbessern könnte, meinte sie nur seufzend: "Es müsste mal generell zu einer Kommunikation kommen! Niemand kennt sich aus. Auch wir verbrachten Stunden am Telefon um die genauen Auflagen für unsere Hotline zu erfragen", sagt die Niederösterreicherin.

*Anmerkung d. Redaktion: Die Pro-Hund Corona Notfallhilfe konnte mittlerweile schon mehreren hundert Hundebesitzern durch die Krise helfen.

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