Die Hunde-Flüsterin

Kein Tag ohne Hundebiss - die Vierbeiner kommen nicht aus den negativen Schlagzeilen. Dabei könnten viele Zwischenfälle vermieden werden. Wir haben die Hunde vermenschlicht, aber sie bleiben immer Tiere, sagt Inge Eberstaller. Die Linzerin muss es wissen, denn sie ist anerkannte Hunde-Fachfrau, sogar im fernen Australien.
Neben der Zucht von Dobermännern - sie hat 250 Hunde großgezogen - widmet sich die Linzerin sogenannten Problemhunden. Ich habe einfach einen guten Draht zu ihnen und spreche - das klingt jetzt komisch - ihre Sprache. Deshalb komme ich mit jedem Hund zurecht, sagt Eberstaller, die in der Szene den Ruf einer Hunde-Flüsterin genießt. Und das nicht nur in Österreich: Ich habe schon in vielen Ländern gearbeitet. Besonders aber in Australien, da habe ich schon 230 Hunde sozusagen in Ordnung gebracht, sagt Eberstaller. Doch bei einigen Tieren stößt dann auch die Hunde-Flüsterin an ihre Grenzen. Bei solchen, die schwere Zeiten hinter sich haben oder gequält wurden, ist die Erfolgsrate niedriger, das muss man sich eingestehen, sagt die Linzerin.

Doch meist ist nicht einmal der Hund schuld, sondern der Besitzer. Wenn ich mit den Tieren arbeite, arbeite ich auch mit den Besitzern. Denn nur dann funktioniert es, so Inge Eberstaller. Doch der wichtigste Ratschlag ist: Der Hund bleibt immer ein Tier und damit unberechenbar, dessen muss man sich bewusst sein, warnt Inge Eberstaller.

Gerald Schwab
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