Die Identitären protestierten auf Balkon von EU-Büro

Zehn Aktivisten der Identitären Bewegung haben am Sonntag den Balkon des Büros der EU-Agentur für Grundrechte am Schwarzenbergplatz besetzt. Sie protestierten dort mit Transparenten und Pyrotechnik gegen die Asylpolitik der EU.
Wie Polizei-Sprecher Thomas Keiblinger gegenüber "Heute.at" erklärte, erklommen die Demonstranten mit einer selbst mitgebrachten Leiter den Balkon des Hauses am Schwarzenbergplatz. Sie riefen mit einem Transparent dazu auf, die Masseneinwanderung zu stoppen, auch Pyrotechnik kam zum Einsatz. Die Polizisten führten Identitätsfeststellungen durch. Danach war der Protest beendet.

Protest gegen "führenden Brüsseler Propagandisten"

Die Identitären begründeten nachher ihre Aktion mit folgenden Worten: "Wir haben die EU-Agentur für Grundrechte besetzt, um ein Zeichen gegen Asylwahn und Masseneinwanderung zu setzen. Denn ihr Chef, Morten Kjaerum, ist einer der führenden Brüsseler Propagandisten für Masseneinwanderung nach Österreich und Europa."
Angesichts der Asylsituation in Österreich und anderen EU-Ländern könne es nicht so weitergehen. "Die Auswanderung tötet Afrika - die Einwanderung tötet Europa" hieß es in der Aussendung. Die Identitären befürchten, dass Österreicher "zu einer Minderheit im eigenen Land werden".

Protestzug am kommenden Samstag

Die nächste Protestaktion ist für kommenden Samstag geplant. Dann werden die Identitären vom Columbusplatz in Favoriten losziehen.
Die politische Bewegung der Identitären richtet sich gegen Masseneinwanderung und Islamisierung. "Jedem Volk sein Land, jedem seine Freiheit", ist eines der Mottos. Angeblich werden Hass, Extremismus und gestrige Ideologien hinter sich gelassen. Dennoch werden die Identitären häufig als rechte oder rechtsextreme Gruppierung eingeordnet, auch wenn die Bewegung das selbst bestreitet.
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