Die Kunst-Show für 3,4 Milliarden Euro

Bild: Helmut Graf

Seit 46 Jahren trifft sich die Kunstwelt auf der Art Basel. Die größte Kunstmesse der Welt bietet 280 internationale Galerien, Direktoren von Top- Museen wie dem Wiener Max Hollein, Großsammlern wie Martin Margulies, dem Immobilientycoon aus Miami, sowie einer Heerschar von Kunstfans die Gelegenheit, über Spitzenkunst und Spitzenpreise zu diskutieren.

Angeboten werden Werke von über 4.000 Künstlern im Wert von 3,4 Milliarden Euro, erwartet werden 90.000 Besucher. Der Kunstmarkt boomt. Motto: Je teurer, desto leichter lässt’s sich verkaufen. US-Galeristen-Gigant Larry Gagosian, dessen Imperium Galerien von New York über Rom bis Hongkong sowie mehrere Düsenjets für gute Kunden umfasst, bietet ein Gemälde des englischen Malerfürsten Glenn Brown an, ein schwebendes Blumenarrangement um 3 Millionen Euro.

Beim Schweizer Galeristen Hauser und Wirth wurde eine marmorne Skulptur des L.A.-"Aktionisten" Paul Mc- Carthy um 2,6 Millionen verkauft – Minuten nach Öffnung der Messetore.

Auch Österreichs Galeristen zeigten Flagge: Allen voran Ursula Krinzinger mit einem wunderschönen Stand.

Die 70 Großprojekte der Art Unlimited, der wie immer hervorragenden Sonderschau der Messe, zeigen, wie abwechslungsreich, aber auch sinnlich die Kunst unserer Zeit ist. Zu sehen gibt’s einen übergroßen Kunststoffmann von David Shrigley, der von Zeit zu Zeit in einen Eimer uriniert und damit an ureigenste Bedürfnisse erinnert. Da lassen 500 natürlich wirkende Studioporträts von 200 Nackten beiderlei Geschlechts von Ryan McGinley den Blick gerne länger verweilen.

Hoch lebe die Kunst.

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